17. Juni 2026 / Aus aller Welt

80 Messerstiche: 14-Jährige wegen Mordes verurteilt

Ein Besuch auf dem Friedhof endet für eine 64 Jahre alte Frau mit dem Tod. Ein Mädchen, das mit psychischen Problemen kämpft, war auf Opfersuche - und stach immer wieder zu.

Die 64-Jährige starb noch am Tatort. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 17. Juni 2026 um 15:29 Uhr

In Österreich ist eine 14-Jährige wegen Mordes zu acht Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Landesgericht Wien sah es als erwiesen an, dass die Jugendliche eine 64 Jahre alte Friedhofs-Besucherin mit mehr als 80 Messerstichen getötet hatte. Die Verurteilte wird zusätzlich in ein forensisch-therapeutisches Zentrum eingewiesen. 

Das seit Jahren mit psychischen Problemen kämpfende Mädchen hatte laut Ermittlungen aufgrund von Tötungsfantasien auf die ihr völlig unbekannte Frau mit einem Klappmesser eingestochen. Die 64-Jährige starb noch am Tatort.

Das Urteil ist rechtskräftig. «Ich entschuldige mich, was ich der Frau angetan habe», sagte die 14-Jährige laut Nachrichtenagentur APA vor der Urteilsverkündung. «Ich bereue es sehr, ein Leben genommen zu haben.» 

Fotos der Leiche an Freunde verschickt

Mit Mordgedanken sei sie im Februar auf einem Wiener Friedhof auf Opfersuche gegangen, so die Angeklagte vor Gericht. Sie attackierte die 64-Jährige von hinten. Dem bald wehrlosen Opfer fügte sie 82 Stich- und Schnittverletzungen zu, vor allem im Kopf- und Halsbereich. Danach machte die Jugendliche noch Fotos vom Leichnam und verschickte sie. «Ich wollte, dass meine Freunde wissen, dass ich ins Gefängnis gehe», sagte die 14-jährige Österreicherin. Schließlich rief sie selbst die Polizei. 

Die Teenagerin sagte vor Gericht auch, dass sie fast täglich Gewaltvideos und Filme über Serienkiller konsumiert habe. «Das hat mir einen Kick gegeben», sagte sie.


Bildnachweis: © Matthias Röder/dpa
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