2. April 2026 / Aus aller Welt

Baby durch Querschläger in New York getötet

Ein Baby stirbt nach einem Schuss auf offener Straße. Die Polizei vermutet Bandenkriminalität, das Kind war wohl nicht das Ziel. Der Bürgermeister mahnt, Waffengewalt dürfe nicht normal werden.

Die Ermittler gehen von einem Zusammenhang mit Bandenkriminalität aus.
Veröffentlicht am 2. April 2026 um 06:36 Uhr

Ein sieben Monate altes Baby ist im New Yorker Stadtteil Brooklyn von einem Querschläger getötet worden. Nach Polizeiangaben wurde es am Dienstagnachmittag (Ortszeit) auf offener Straße im Kinderwagen getroffen und später im Krankenhaus für tot erklärt. «Ein Leben, das gerade erst begonnen hatte, wurde in einem Augenblick ausgelöscht», sagte New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani bei einer Pressekonferenz.

Die Ermittler gehen von einem Zusammenhang mit Bandenkriminalität aus. Das Opfer sei zufällig getroffen worden, erklärte New Yorks Polizeichefin Jessica Tisch. Eine Waffe wurde bislang nicht sichergestellt, die eigentliche Zielperson ist auch unklar. Tisch sprach von einer «entsetzlichen, sinnlosen Tragödie».

Mann in Gewahrsam - Mamdani spricht über Waffengewalt

Nach Polizeiangaben näherten sich zwei Männer auf einem Motorroller einer Straßenecke im belebten Viertel Williamsburg. Der Beifahrer habe mindestens zwei Schüsse abgegeben. Auf dem Bürgersteig hielten sich mehrere Erwachsene sowie Kinder mit zwei Kinderwagen auf. Das sieben Monate alte Kind wurde in seinem Kinderwagen getroffen; weitere Verletzte gab es zunächst nicht. 

Der Motorroller kollidierte wenige Straßen weiter mit einem Auto, beide Männer stürzten, wie die Polizeichefin schilderte. Einer wurde verletzt und kam ins Krankenhaus; inzwischen befindet er sich in Polizeigewahrsam. Ob er der Schütze ist, werde noch geprüft, erklärte die Polizeichefin. Nach dem zweiten Täter werde gefahndet. Die Polizei stellte den Roller sicher und wertet Videoaufnahmen aus.

Der Fall löste erneut eine Debatte über Waffengewalt in New York aus. «Zu viele Kinder werden nie zu Erwachsenen», sagte der Bürgermeister. «Wir dürfen dies in unserer Stadt nicht als normal hinnehmen.»


Bildnachweis: © Kyle Mazza, Kyle Mazza/TheNEWS2 via ZUMA Press Wire/dpa
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