4. Januar 2026 / Aus aller Welt

Crans-Montana: Nationaler Trauertag und Gedenkfeier geplant

Am Freitag soll der Opfer der verheerenden Brand-Katastrophe in Crans-Montana gedacht werden. Der Bundespräsident kündigt zudem einen nationalen Trauertag mit Schweigeminute an.

Am kommenden Freitag soll es in Crans-Montana eine Gedenkfeier zu Ehren der Opfer geben.
Veröffentlicht am 4. Januar 2026 um 04:03 Uhr

Nach der Brandkatastrophe in einer Bar in Crans-Montana mit 40 Toten soll der Opfer am 9. Januar mit einer Gedenkfeier und einem nationalen Trauertag gedacht werden. Die offizielle Gedenkfeier in dem Nobel-Skiort im Kanton Wallis kündigte die Gemeinde auf ihrer Homepage an. 

Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin sagte dem «Tagesanzeiger», er werde dabei sein. Ob auch ausländische Staatschefs anreisten, sei zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. Parmelin teilte mit, für den Freitag sei zudem ein nationaler Trauertag geplant. 

Um 14.00 Uhr - zu Beginn der Trauerfeier in Crans-Montana - sollen im ganzen Land die Kirchenglocken läuten, begleitet von einer landesweiten Schweigeminute, wie Parmelin weiter sagte. «In diesem Moment der Stille können alle Menschen in der Schweiz – und weltweit – persönlich der Opfer der Katastrophe gedenken.» 

Polizei hat strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet

Bei dem verheerenden Brand in Crans-Montana waren in der Silvesternacht 40 Menschen ums Leben gekommen und 119 verletzt worden, die meisten schwer. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler war Schaumstoff an der Decke durch funkensprühende Partyfontänen in Brand geraten. Das Feuer hatte sich innerhalb kürzester Zeit ausgebreitet. Die Schweizer Polizei nahm unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung strafrechtliche Ermittlungen gegen die Barbetreiber auf. 

Derweil teilte die Gemeinde Crans-Montana laut Medienberichten mit, der Gemeinderat habe am Samstag einstimmig beschlossen, sich als Nebenklägerin an dem von den Strafverfolgungsbehörden eingeleiteten Verfahren zu beteiligen. Eine Zivilklage sei eingereicht worden. Zudem werde sie der Staatsanwaltschaft alle verfügbaren Unterlagen zum Brand in der Bar übergeben, hieß es. 

Die Bar war besonders bei jungem Publikum beliebt, entsprechend sind die meisten Schwerletzten Teenager oder junge Erwachsene. Bis Samstag wurden vier der 40 Todesopfer identifiziert. Es handelt sich um Schweizer zwischen 16 und 21 Jahren. Deutsche Opfer wurden bislang nicht gemeldet.


Bildnachweis: © Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Zwei Maßkrüge gegen Mitternacht aus Festzelt geklaut
Uncategorised

Landshut - pol (18.04.2026) Am Freitag, 18. April, konnte gegen 0:40 Uhr konnte in der Wittstraße ein 22-jähriger...

weiterlesen...
Demo auf Brennerautobahn führt Ende Mai zu Totalsperre
Aus aller Welt

Reisenden auf der Brenner-Route verleidet eine Baustelle derzeit ohnehin die Fahrt nach Italien. Am 30. Mai aber kommt es noch viel dicker. Der Grund für die stundenlange Sperre ist ungewöhnlich.

weiterlesen...
Verkehrsinfos zur Maikundgebung am Ländtor am 1. Mai
Politik

Landshut - pm (27.04.2026) Am Freitag, 1. Mai, findet in der Innenstadt ein Demonstrationszug mit einer Kundgebung des...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Peta fordert nach Tiger-Ausbruch Konsequenzen
Aus aller Welt

Ein entlaufener Tiger verletzt nahe Leipzig einen Mann schwer. Für Peta zeigt der Fall erneut, wie riskant die private Haltung gefährlicher Wildtiere ist. Was die Tierschutzorganisation nun erwartet.

weiterlesen...
Schutz vor Kindes-Missbrauch: Deutschland schneidet gut ab
Aus aller Welt

Deutschland überzeugt bei der Betreuung von Gewaltopfern – doch bei der Vorbeugung hinkt es hinterher.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Peta fordert nach Tiger-Ausbruch Konsequenzen
Aus aller Welt

Ein entlaufener Tiger verletzt nahe Leipzig einen Mann schwer. Für Peta zeigt der Fall erneut, wie riskant die private Haltung gefährlicher Wildtiere ist. Was die Tierschutzorganisation nun erwartet.

weiterlesen...
Schutz vor Kindes-Missbrauch: Deutschland schneidet gut ab
Aus aller Welt

Deutschland überzeugt bei der Betreuung von Gewaltopfern – doch bei der Vorbeugung hinkt es hinterher.

weiterlesen...