13. Januar 2026 / Aus aller Welt

«Dreiköpfige Mafia»: 62 Verurteilte bei Prozess in Italien

Im Hochsicherheitssaal fallen harte Urteile: Ein Mafia-Bündnis aus drei Organisationen sorgt für Aufsehen in Mailand.

62 Beschuldigte erhielten Haftstrafen von bis zu 16 Jahren, wie ein Richter in der Millionenmetropole Mailand entschied. In der Summe belaufen sich die Strafen auf rund 500 Jahre Haft. (Symb...
Veröffentlicht am 13. Januar 2026 um 11:07 Uhr

In einem großen Prozess um eine mutmaßliche Allianz mehrerer Mafia-Organisationen in Norditalien sind Dutzende Angeklagte zu teils langen Haftstrafen verurteilt worden. 62 Beschuldigte erhielten Haftstrafen von bis zu 16 Jahren, wie ein Richter in der Millionenmetropole Mailand entschied. In der Summe belaufen sich die Strafen auf rund 500 Jahre Haft.

Das Verfahren ging aus einer Untersuchung mit dem bezeichnenden Namen «Hydra» hervor. Im Fokus stand der Vorwurf einer Zusammenarbeit der drei großen Mafia-Organisationen Cosa Nostra, 'Ndrangheta und Camorra in der Lombardei. In Anlehnung an das vielköpfige Ungeheuer aus der griechischen Mythologie sprechen die Ermittler in diesem Fall von der «dreiköpfigen Mafia».

«Lombardisches Mafia-System»

In der norditalienischen Region sollen Angehörige der drei aus dem Süden des Landes stammenden Organisationen gemeinsam kriminelle Geschäfte betrieben haben. In den Medien ist die Rede von einem «lombardischen Mafia-System».

Die Urteilsverkündung erfolgte am späten Montagabend im Hochsicherheitssaal eines Gefängnisses in Mailand. Die höchste Strafe von 16 Jahren Haft wurde gegen ein führendes Mitglied der berüchtigten 'Ndrangheta aus der Region Kalabrien im Süden des Landes verhängt. Die Ermittlungen stützten sich italienischen Medienberichten zufolge auch auf Aussagen von Kronzeugen.

Insgesamt richtete sich das Verfahren gegen 145 Menschen. Für 45 weitere Angeklagte steht noch das Hauptverfahren aus. Die restlichen 38 Beschuldigten wurden entweder freigesprochen, einigten sich auf einen Deal mit der Justiz oder wurden bereits in der Vorverhandlung aus dem Verfahren entlassen.


Bildnachweis: © Roberta Basile/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Aus aller Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Event Highlights im August
Veranstaltung

Der August 2026 wird in Landshut besonders abwechslungsreich: Freue dich auf die SummerStage mit Top-Acts, die 687. Bartlmädult & vieles mehr!

weiterlesen...
Kinoptikum zeigt Open air Kino an der Rochuskapelle
Kino

Einlass ist ab 20 Uhr, die Platzwahl ist frei. Der Filmstart erfolgt bei ausreichender Dunkelheit gegen 21 Uhr; bei...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Feuer im Hohen Venn eingekesselt – Evakuierung aufgehoben
Aus aller Welt

Rund 3.000 Hektar Natur sind zerstört, doch die Evakuierung im Ortsteil Kalterherberg ist beendet. Die Bewohner dürfen zurück.

weiterlesen...
Pistolen für Deutschland unter türkischen Feigen versteckt
Aus aller Welt

Ein Grenzpunkt zwischen Bulgarien und der Türkei ist auch ein Tor in die EU. Schmuggler sind besonders erfinderisch, wenn es um Drogen oder Waffen geht.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Feuer im Hohen Venn eingekesselt – Evakuierung aufgehoben
Aus aller Welt

Rund 3.000 Hektar Natur sind zerstört, doch die Evakuierung im Ortsteil Kalterherberg ist beendet. Die Bewohner dürfen zurück.

weiterlesen...
Pistolen für Deutschland unter türkischen Feigen versteckt
Aus aller Welt

Ein Grenzpunkt zwischen Bulgarien und der Türkei ist auch ein Tor in die EU. Schmuggler sind besonders erfinderisch, wenn es um Drogen oder Waffen geht.

weiterlesen...