12. Februar 2026 / Aus aller Welt

Ein Sturmtoter in Frankreich - Orkanböen auch auf Mallorca

Wegen heftigen Sturmwinds gilt in Teilen von Frankreich und Spanien die höchste Unwetterwarnstufe. Ein Mensch kam ums Leben.

In Frankreich gab es durch den Sturm «Nils» einen Toten.
Veröffentlicht am 12. Februar 2026 um 19:13 Uhr

Bei heftigem Sturm ist in Frankreich eine Person ums Leben gekommen, zahlreiche Haushalte sind vom Strom abgeschnitten. Nach Angaben von Innenminister Laurent Nuñez starb der Mensch in der Nacht im Südwesten Frankreichs. Medienberichten zufolge handelt es sich um einen Lastwagenfahrer, dessen Fahrzeug von herunterstürzenden Ästen getroffen wurde. Rund 850.000 Haushalte im Süden des Landes waren am frühen Morgen vom Strom abgeschnitten, berichteten französische Medien unter Verweis auf Versorger Enedis. Auch auf der bei Urlaubern beliebten spanischen Insel Mallorca gab es Orkanböen.

Wegen des Sturms «Nils» gilt in fünf französischen Départements derzeit die höchste Unwetterwarnstufe Rot. Der Sturm sei von seltener Kraft, teilte der französische Wetterdienst Météo France mit. In der Nacht seien Sturmböen mit bis zu gut 160 Kilometer die Stunde über das Land gefegt. Teils fielen Züge aus. Auch im Straßenverkehr kam es zu Einschränkungen.

Alarmstufe Rot in Katalonien

In der spanischen Region Katalonien mit Barcelona hatten die Behörden ebenfalls Alarmstufe Rot wegen extremen Windes ausgelöst und vorsichtshalber die Schulen geschlossen. Es wurden Windgeschwindigkeiten bis zu 167 Kilometern pro Stunde gemessen, wie die Zeitung «La Vanguardia» berichtete. 

Insgesamt 86 Verletzte seien medizinisch versorgt worden, berichtete der Zivilschutz auf der Plattform X. Davon seien 34 in Krankenhäuser gebracht worden, von denen zwei schwer verletzt seien und einer schwebe in Lebensgefahr. Der Schienen- und Straßenverkehr war durch umgestürzte Bäume zeitweise blockiert und am Flughafen von Barcelona seien mehr als 90 Flüge abgesagt und zehn ankommende Flüge umgeleitet worden.

Auf Mallorca wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde in Berglagen gemessen, teilte der Wetterdienst Aemet mit. Über mögliche Opfer oder größere Schäden außer entwurzelten Bäumen wurde dort zunächst nichts bekannt.

Wichtige Autobahn in Portugal für Wochen gesperrt

In Portugal gab die Böschung unmittelbar vor einer wichtigen Autobahnbrücke infolge eines Deichbruchs entlang des Flusses Mondego nach. Die halbe Fahrbahn stürzte in die Tiefe und die wichtige Autobahn A 1, die die Hauptstadt Lissabon im Süden mit der zweitgrößten Stadt des Landes, Porto im Norden, verbindet, werde für mehrere Wochen gesperrt bleiben, berichtete der staatliche TV-Sender RTP. Die Brücke selbst wurde den Angaben zufolge nicht beschädigt. 

Portugal und Spanien werden seit Ende Januar von vielen Sturmtiefs heimgesucht, was mit einer ungewöhnlichen Großwetterlage über dem Atlantik erklärt wurde.


Bildnachweis: © Ed Jones/AFP/dpa
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