12. Juli 2026 / Aus aller Welt

Schwerer Waldbrand in Spanien breitet sich nicht weiter aus

In Spanien gibt es nach der Brandtragödie erstmals Entwarnung. Das Feuer breitet sich nicht mehr aus. Die Suche nach möglichen weiteren Opfern dauert aber an.

Die Suche nach mehreren Vermissten dauert an.
Veröffentlicht am 12. Juli 2026 um 12:26 Uhr

Der verheerende Waldbrand mit mindestens zwölf Todesopfern im Süden Spaniens breitet sich nicht weiter aus. Die Lage rund das Feuer sei inzwischen stabilisiert worden, teilte der Regierungschef der betroffenen Region Andalusien, Juanma Moreno, mit. Die Löscharbeiten würden durch deutlich schwächere Winde und eine höhere Luftfeuchtigkeit begünstigt.

Im betroffenen Gebiet um die Gemeinden Los Gallardos und Bédar rund 70 Kilometer nordöstlich der Provinzhauptstadt Almería sind weiterhin rund 500 Feuerwehrleute, Soldaten und andere Helfer im Einsatz. Man will den Brand schon in den nächsten Stunden komplett unter Kontrolle bringen. Insgesamt wurden nach amtlichen Angaben 7.000 Hektar Wald- und Buschfläche zerstört.

Suche nach Vermissten geht weiter

Die Suche nach möglichen weiteren Opfern ging derweil weiter. Einsatzkräfte und Freiwillige durchkämmten das Brandgebiet erneut, während Soldaten der Militärischen Nothilfeeinheit UME zusammen mit der Polizeieinheit Guardia Civil abgelegene Häuser und Zufahrtswege überprüften. Die Zahl der offiziellen Vermisstenanzeigen stieg zuletzt auf acht. Die Behörden sprechen aber weiterhin von 23 Menschen, die von Angehörigen oder Bekannten vorübergehend als nicht auffindbar gemeldet worden seien.

Dank der positiven Entwicklung durften inzwischen rund 600 zuvor evakuierte Menschen in ihre Häuser zurückkehren. Die übrigen rund 1.000, die in den ersten Stunden des Feuers am Donnerstagabend ihre Häuser verlassen mussten, sind weiterhin unter anderem in Wohnungen von Angehörigen oder in Hotels untergebracht. Sie sollen aber ebenfalls bald wieder nach Hause dürfen.

In der Nacht zum Freitag waren in dem bei ausländischen Touristen beliebten Gebiet unweit mehrerer Mittelmeerstrände mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Sie wurden von den Flammen eingeschlossen, als sie in einem Fahrzeug oder zu Fuß zu fliehen versuchten. Acht Menschen wurden verletzt. Als Ursache des Brandes wird eine kaputte Stromleitung vermutet.

Wohl mehrere Ausländer unter den Toten

Aufgrund verschiedener Indizien gehen die Behörden davon aus, dass unter den Toten mehrere Briten und Belgier sind. Die genetischen Profile aller Opfer liegen nach Angaben der zuständigen Polizeieinheit inzwischen vor. Eine Identifizierung steht demnach noch aus, weil Angehörige, deren DNA-Proben zum Abgleich benötigt werden, noch auf dem Weg nach Spanien sind.


Bildnachweis: © Gregorio Marrero/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Wasser knapp: Münchner dürfen nicht mehr Rasen sprengen
Aus aller Welt

Ein trockenes Frühjahr und heiße Sommerwochen: Die Wasserversorgung in München kommt an ihre Grenzen. Wie die Stadt gegensteuert, und was das für Verbraucher bedeutet.

weiterlesen...
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Aus aller Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Paragleitunfälle in den Alpen - Deutsche und Italiener tot
Aus aller Welt

Eine Deutsche wird tot in einer Baumkrone entdeckt. Ein erfahrener italienischer Pilot stirbt kurz nach dem Start, seine deutsche Mitfliegerin überlebt. Bei weiteren Unfällen werden Deutsche verletzt.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Ätna kommt nicht zur Ruhe - Flughafen bleibt dicht
Aus aller Welt

Wegen des Ätna-Ausbruchs bleibt der Flughafen Catania in der Hauptreisezeit geschlossen. Tausende Urlauber müssen umplanen und suchen nach Alternativen für ihre Heimreise.

weiterlesen...
Großeinsatz auf See: Fährunglück zwischen Bali und Lombok
Aus aller Welt

Wieder brennt eine Fähre in Indonesien, diesmal zwischen Bali und Lombok. Es geht glimpflicher aus als vor zehn Tagen. Doch für viele Reisende in dem Inselstaat bleibt ein mulmiges Gefühl.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Ätna kommt nicht zur Ruhe - Flughafen bleibt dicht
Aus aller Welt

Wegen des Ätna-Ausbruchs bleibt der Flughafen Catania in der Hauptreisezeit geschlossen. Tausende Urlauber müssen umplanen und suchen nach Alternativen für ihre Heimreise.

weiterlesen...
Großeinsatz auf See: Fährunglück zwischen Bali und Lombok
Aus aller Welt

Wieder brennt eine Fähre in Indonesien, diesmal zwischen Bali und Lombok. Es geht glimpflicher aus als vor zehn Tagen. Doch für viele Reisende in dem Inselstaat bleibt ein mulmiges Gefühl.

weiterlesen...