14. September 2026 / Aus aller Welt

Fisch zu frisch: Griechische Steuerfahnder verhängen Strafe

500 Euro sollte ein Tavernenbesitzer zahlen, weil den Beamten der Fisch in seinem Kühlschrank zu frisch erschien, als dass die dazugehörige Rechnung stimmen könnte. Der Wirt ging dagegen vor.

Frischen Fisch erkennt man unter anderen an den klaren, glänzenden Augen.
Veröffentlicht am 14. September 2026 um 10:57 Uhr

Steuerprüfer haben einem Gastro-Betrieb auf der griechischen Insel Syros 500 Euro Strafe aufgebrummt, weil sein Fisch zu frisch gewesen ist. Die Beamten hatten einem Bericht der Zeitung «To Proto Thema» zufolge 3,5 Kilogramm Zackenbarsch unter die Lupe genommen, die im Kühlraum des Betriebs lagerten. Ihre Entscheidung, dass der Fisch zu frisch sei, um zu einem bereits sieben Tage alten Kassenbeleg des Einkaufs passen zu können, begründeten sie mit der Totenstarre und dem Zustand der Augen des Zackenbarsches.

Gegen das Bußgeld erhob der Betroffene Einspruch und erhielt nun Recht, wie es in dem Bericht weiter hieß. Demnach entschied die Direktion für Streitbeilegung der griechischen Steuerverwaltung (DED), dass die Prüfer keine ausreichenden objektiven oder wissenschaftlichen Belege dafür vorgelegt hätten, dass der Fisch aus einem späteren Einkauf stamme. Dadurch sei kein Steuerverstoß belegt - die Strafe wurde aufgehoben.

Klare, glänzende Augen

Frischer Fisch lässt sich unter anderem an klaren, glänzenden und leicht gewölbten Augen erkennen. Je älter der Fang, desto trüber und eingesunkener sind die Glubscher. Die hohe Qualität seiner Fische wäre dem Tavernenbesitzer also fast zum Verhängnis geworden.

Griechische Inseln im Visier

In Griechenland geht die Steuerbehörde (AADE) in den vergangenen Jahren sehr streng gegen Verstöße vor. Nach eigenen Angaben der Behörde wurden dieses Jahr allein bis Ende Juli rund 2.250 Betriebe kontrolliert und über 13.000 Verstöße festgestellt. Die verhängten Geldbußen betrugen mehr als eine Million Euro. Geprüft wurde unter anderem auf den Inseln Paros, Korfu und Rhodos. Es geht dabei vornehmlich um Rechnungen, die korrekt, falsch oder womöglich gar nicht ausgestellt werden - gleichgültig, ob in Tavernen, Bars und Cafés oder auf Ausflugsbooten.


Bildnachweis: © Alexia Angelopoulou/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Polizei räumt Cervenys' Hanfladen in der Theaterstraße aus
Polizei / Gericht

Bei der Razzia bei Hanf.com in der Landshuter Theaterstraße wurden rund 1.500 Artikel beschlagnahmt,...

weiterlesen...
Maßnahmen zum Gewässerunterhalt im Klötzlmühlbach
Umwelt und Klima

Landshut - pm (02.10.2026) In der Zeit vom 5. bis einschließlich 9. Oktober findet am Klötzlmühlbach, am Hammerbach...

weiterlesen...
Ergolding 3. Okt.: Messe Frauendings - Alles für die Frau
Wirtschaft

Ergolding - pm (23.09.2026) Die Messe Frauendings – Alles für die Frau, findet am Samstag, 3. Oktober, im Ergoldinger...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Feier zum 25-jährigen Jubiläums des JUZ Alte Kaserne
Kultur

Landshut - pm (13.10.2026) Vor 25 Jahren, im Herbst 2001, wurde das Jugendkulturzentrum Alte Kaserne eröffnet. Dies...

weiterlesen...
Eurojackpot: 120 Millionen Euro gehen nach NRW
Aus aller Welt

Um 120 Millionen Euro ging es bei der Lotterie Eurojackpot - die größtmögliche Gewinnsumme für Lotteriespieler in Deutschland. Tatsächlich wurde der richtige Tipp in Deutschland abgegeben.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Eurojackpot: 120 Millionen Euro gehen nach NRW
Aus aller Welt

Um 120 Millionen Euro ging es bei der Lotterie Eurojackpot - die größtmögliche Gewinnsumme für Lotteriespieler in Deutschland. Tatsächlich wurde der richtige Tipp in Deutschland abgegeben.

weiterlesen...
Mord an Rapper Tupac Shakur: 40 Jahre Haft für Drahtzieher
Aus aller Welt

Der Mord an dem Rapper Tupac Shakur schockierte 1996 die Öffentlichkeit. Erst 30 Jahre später kam es zum Prozess mit einem Schuldspruch. Jetzt verhängt eine Richterin eine lange Haftstrafe.

weiterlesen...