26. Februar 2026 / Aus aller Welt

Frau tot, Söhne schwer verletzt – Vater in U-Haft

Nach einem Streit finden Polizisten eine tote Frau und zwei schwer verletzte Söhne. Der Vater wird festgenommen. Nun ermittelt die Polizei: Was ist in dem Einfamilienhaus passiert?

Die Polizei hat den Vater der Familie festgenommen. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 26. Februar 2026 um 18:03 Uhr

Ein Mann soll in der Gemeinde Eimke in der Lüneburger Heide versucht haben, sich und seine Familie zu töten. Als die Polizei am Mittwochabend nach einem Notruf bei dem Einfamilienhaus im Landkreis Uelzen eintraf, fanden die Beamten die Ehefrau des Mannes tot in dem Haus. Zwei jugendliche Söhne seien schwer- und lebensgefährlich verletzt worden, teilte die Polizei weiter mit. 

Die Polizei ermittelt gegen den Mann wegen Totschlags und spricht von einem «versuchten erweiterten Suizid». Der Vater der Familie wurde am Tatort widerstandslos festgenommen, am Donnerstag wurde ein Haftbefehl gegen ihn erlassen, bestätigte ein Polizeisprecher. Der Mann sei unverletzt. 

Vor der Tat soll es nach Angaben der Polizei zu einer Auseinandersetzung in dem Wohnhaus im Ortsteil Wichtenbeck gekommen sein. Worum es in dem Streit ging, werde nun ermittelt, sagte ein Sprecher. Angaben zum Alter der Personen und zur Nationalität machte die Polizei mit Verweis auf den Schutz der Persönlichkeitsrechte in dem kleinen Ort nicht. 

Ein Sohn in Lebensgefahr

Die schwer verletzten Söhne des Mannes wurden von Rettungskräften medizinisch versorgt. Ein Rettungshubschrauber brachte einen der Verletzten in eine Klinik. Einer der Söhne ringe um sein Leben, sagte der Polizeisprecher. Ein Nachbar soll den Streit mitbekommen haben und den Vater der Familie «fixiert» haben, bis die Polizei eintraf.

Zum Tathergang gibt es bislang keine genaueren Angaben. «Es sind Verletzungen durch körperliche Gewalteinwirkungen», sagte der Polizeisprecher. Dazu soll mindestens ein Gegenstand genutzt worden sein, aber keine Schusswaffe. Die Polizei will nun Zeugen vernehmen und Spuren am Tatort sichern.


Bildnachweis: © Julian Stratenschulte/dpa
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