19. Januar 2026 / Aus aller Welt

Heftige Regenfälle fluten Südfrankreich - Schulen dicht

Schulen zu, Straßen gesperrt: In Südfrankreich kämpfen Rettungskräfte gegen Überschwemmungen – doch die Fluten bringen auch eine überraschende Erleichterung für die Region.

Massive Regenfälle haben in Südfrankreich für Überflutungen und Behinderungen geführt.
Veröffentlicht am 19. Januar 2026 um 17:32 Uhr

Massiver Regen hat in Südfrankreich zu großflächigen Überschwemmungen sowie gesperrten Straßen und geschlossenen Schulen geführt. Für drei Departements sowie die Mittelmeerinsel Korsika erließ der Wetterdienst Météo France die zweithöchste Unwetterwarnstufe Orange. Auf Korsika werden ab Montagabend und am Dienstag umfangreicher Regen erwartet. Dieser könne zum schnellen Anstieg der Pegelstände an Flüssen und zu erheblichen Überschwemmungen führen, warnte der Wetterdienst.

In der Küstenstadt Narbonne mussten Bewohner zweier Stadtteile bereits die Nacht auf Montag vorsichtshalber in Notunterkünften verbringen. Wie die Präfektur mitteilte, konnten die Menschen inzwischen in ihre Häuser zurückkehren. 42 Straßen bleiben weiter gesperrt und in 109 Orten bleiben die Schulen auch am Dienstag geschlossen. Die Rettungskräfte rückten zu 72 Einsätzen aus, ein Mensch wurde bei einem wetterbedingten Unfall schwer verletzt. Auch rund um die Großstadt Perpignan mussten zahlreiche Straßen wegen Überflutungen gesperrt werden. Es kam zu langen Staus.

Heftiger Regen lindert Dürreprobleme

Die großen Wassermassen in Südfrankreich haben aber auch einen positiven Effekt. In der sonst regelmäßig von Wassermangel geplagten Region nahm das Departement Pyrénées-Orientales schon vor längerer Zeit verhängte Restriktionen für die Wassernutzung in vielen Punkten zurück. Der Pegelstand vieler Flüsse habe sich normalisiert und auch die unterirdischen Wasserreserven hätten sich erholt, teilte die Behörde in Perpignan mit.


Bildnachweis: © Lionel Bonaventure/AFP/dpa
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