30. Mai 2026 / Aus aller Welt

Im Ebola-Gebiet: WHO-Chef fordert bessere Zusammenarbeit

Der Chef der UN-Gesundheitsorganisation besucht das Zentrum des Ebola-Ausbruchs. Er mahnt eine engere Kooperation zwischen Hilfsakteuren an. Und er fordert Respekt vor der lokalen Bevölkerung.

Der WHO-Chef besucht den Ebola-Hotspot.
Veröffentlicht am 30. Mai 2026 um 18:28 Uhr

Im Kampf gegen den Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo ist aus Sicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine bessere Koordination zwischen allen humanitären und Gesundheits-Akteuren nötig. Das schrieb WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus während seines Besuchs in der am stärksten betroffenen Provinz Ituri auf der Plattform X.

Es sei außerdem wichtig, auf die Bevölkerung zu hören und sie zu unterstützen, betonte Tedros. «Die lokale Bevölkerung ist am besten dazu in der Lage, ihre Bedürfnisse auszudrücken und wirksame Lösungen zur Eindämmung des Ausbruchs zu identifizieren», schrieb der WHO-Chef.

Skepsis in der Bevölkerung

Die Menschen im Gebiet des aktuellen Ausbruchs im Ostkongo scheuen manche Präventionsmaßnahmen. Isolation, Trennung von den Angehörigen und die speziellen Sicherheitsmaßnahmen für die Beisetzung verstorbener Ebola-Patienten stehen im starken Gegensatz zu den dort üblichen sozialen Normen im Krankheits- oder Todesfall. Hilfsorganisationen haben auch damit zu kämpfen, dass viele Menschen in Ituri Ebola für einen Mythos halten.

Nach Angaben der kongolesischen Regierung wurden seit Beginn des Ausbruchs mehr als 1.000 Verdachtsfälle gemeldet, von denen rund 250 Erkrankte verstorben sind. Aus dem benachbarten Uganda sind nach Angaben der WHO neun bestätigte Fälle gemeldet worden. Eine der Infektionen endete bislang tödlich.


Bildnachweis: © Moses Sawasawa/AP/dpa
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