29. September 2026 / Aus aller Welt

Jagdfreund statt Wildschwein erschossen - Bewährungsstrafe

Bei der Jagd hält ein heute 52-Jähriger seinen Freund für ein Wildschwein und schießt. Wie konnte das passieren?

Zwei Jahre auf Bewährung erhielt der Todesschütze, der bei einer Jagd seinen Freund mit einem Wildschwein verwechselte.
Veröffentlicht am 29. September 2026 um 17:03 Uhr

Zwei Jahre Freiheitsstrafe auf Bewährung - so lautet das Urteil für einen Jäger aus Niedersachsen, der Anfang 2025 seinen Freund bei einer Jagd in Mecklenburg-Vorpommern erschossen hat. Außerdem muss er der Witwe 9.000 Euro zahlen, wie das Amtsgericht Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern entschied.

Der tödliche Jagdunfall ereignete sich am Abend des 2. Januar 2025 in einem Jagdrevier nahe der Ortschaft Mustin in Mecklenburg-Vorpommern. Die beiden Freunde saßen auf benachbarte Hochsitzen, die 142 Meter voneinander entfernt an einem Waldrand standen. 

Laut Gericht war das Zielfernrohr des erfahrenen Jägers falsch eingestellt - auf eine sehr starke Vergrößerung, was beim Wärmebildgerät auf dem Gewehr ein stark vergröbertes Bild erzeugte. Es zeigte demnach nur einen hellen Fleck an. Der Jäger hielt dies für ein Wildschwein und drückte ab.

Der Schütze habe nicht überprüft, ob es sich bei dem hellen Fleck tatsächlich um ein Stück Wild handelte, sagte der Richter. Außerdem hätte er sich vergewissern müssen, nicht in Richtung des Hochsitzes zu schießen, auf dem sein 48-jähriger Jagdfreund saß. Auch das sei unterblieben. Der Jagdfreund wurde am Hals getroffen und verblutete binnen Minuten.


Bildnachweis: © Jens Büttner/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Ab heute Haferlmarkt: Keramik, Kunst & „Der gute Ton“
Wirtschaft

Der Haferlmarkt in der Landshuter Freyung ist fest im Veranstaltungskalender der Stadt verankert. Hier treffen Tradition...

weiterlesen...
JP Kraemer: Unternehmen öffnen wieder
Aus aller Welt

Trotz der Ermittlungen gegen Jean Pierre Kraemer öffnen seine Unternehmen wieder. Die Entscheidung fiel nach intensiven Gesprächen zwischen Mitarbeitern, Management und Kraemer.

weiterlesen...
Nord- und Ostsee waren im Sommer deutlich zu warm
Aus aller Welt

Nicht nur im Mittelmeer ist das Wasser deutlich wärmer geworden, auch bei uns steigt die Temperatur der Meere. Forscher warnen vor weitreichenden Folgen für die Tierwelt und die Menschen.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Geisterteilchenfang mit Eisklotz: Nobelpreis für US-Physiker
Aus aller Welt

Pro Sekunde durchströmen mehrere Milliarden Neutrinos die Fläche eines Daumennagels. In der Kälte der Antarktis fängt ein riesiger Eiswürfel die Geisterteilchen ein. Ihn würdigt der Physik-Nobelpreis.

weiterlesen...
Angeblich kein Pestfall in Sibirien - doch neue Infos fehlen
Aus aller Welt

Der Corona-Schock sitzt Menschen weltweit noch in den Knochen, deshalb schrecken Nachrichten aus dem fernen Sibirien auf. Die Pest? Experten sagen, warum Forschung zu der Krankheit notwendig ist.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Geisterteilchenfang mit Eisklotz: Nobelpreis für US-Physiker
Aus aller Welt

Pro Sekunde durchströmen mehrere Milliarden Neutrinos die Fläche eines Daumennagels. In der Kälte der Antarktis fängt ein riesiger Eiswürfel die Geisterteilchen ein. Ihn würdigt der Physik-Nobelpreis.

weiterlesen...
Angeblich kein Pestfall in Sibirien - doch neue Infos fehlen
Aus aller Welt

Der Corona-Schock sitzt Menschen weltweit noch in den Knochen, deshalb schrecken Nachrichten aus dem fernen Sibirien auf. Die Pest? Experten sagen, warum Forschung zu der Krankheit notwendig ist.

weiterlesen...