10. September 2026 / Aus aller Welt

Konten geplündert: Ex-Sparkassen-Mitarbeiter unter Verdacht

Ein früherer Sparkassen-Mitarbeiter aus Iserlohn soll sich über einen längeren Zeitraum illegal Geld von Kunden auf eigene Konten überwiesen haben. Auch Konten von Verstorbenen waren betroffen.

Ein Ex-Sparkassen-Mitarbeiter soll sich Geld von fremden Konten auf eigene Konten überwiesen haben. (Archivbild)
Veröffentlicht am 10. September 2026 um 04:30 Uhr

Ein früherer Mitarbeiter der Sparkasse Iserlohn soll systematisch Kundenkonten geplündert und mehrere Zehntausend Euro erbeutet haben. Die Staatsanwaltschaft Hagen ermittelt gegen den Mann, wie ein Behördensprecher mitteilte. Er werde verdächtigt, «unberechtigt Gelder von Kundenkonten auf eigene Konten überwiesen zu haben». Besonders der Tatzeitraum 2024 und 2025 stehe im Fokus der Ermittlungen.

Mutmaßlich Schaden von mehreren zehntausend Euro 

Die genaue Schadenshöhe, die Zahl der Geschädigten und die Zahl der Tathandlungen sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen, wie es bei der Staatsanwaltschaft hieß. Es stehe eine Summe von mehreren Zehntausend Euro im Raum. «Da zumindest in einigen Fällen auch die Konten von verstorbenen Personen betroffen sind, gestalten sich die Ermittlungen aufwendig.» Denn hier seien die Transaktionen mitunter nicht unmittelbar bemerkt worden.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Tatverdächtigen in zwei Verfahren. Dem einen liege eine Anzeige des Hauptzollamts wegen Verdachts der Geldwäsche zugrunde, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur. Dem Hauptzollamt waren demnach diverse Finanztransaktionen des Beschuldigten aufgefallen. 

Das zweite Ermittlungsverfahren beruhe auf einer Verdachtsmeldung der Sparkasse Iserlohn im Sauerland. Weitere Angaben seien aktuell nicht möglich. Mehrere Medien hatten über den Fall berichtet.

Sparkasse: haben den Geschädigten die Beträge erstattet 

Die Sparkasse berichtete, es seien zu Jahresbeginn unautorisierte Buchungen auf Kundenkonten aufgedeckt worden. Diese seien «durch eine Person durchgeführt worden, die mittlerweile nicht mehr in unserem Hause tätig ist», schilderte eine Sprecherin auf Anfrage. «Unsere Sicherheitsmechanismen und Prüfroutinen im Haus haben hier gegriffen.»

Von den Buchungsvorgängen sei eine «geringe Zahl» von Kunden betroffen. «Zum Teil waren diese verstorben.» Die Sparkasse sei sofort proaktiv an die geschädigten Kunden und an die Erben der Verstorbenen herangetreten, habe informiert und die Beträge erstattet. Das geschädigte Geldinstitut habe «alles dafür getan, um eine größtmögliche Transparenz zu schaffen und alle betroffenen Kunden schadlos zu stellen». Detail-Infos könne man angesichts des laufenden Verfahrens nicht geben.


Bildnachweis: © Fabian Sommer/dpa/dpa-tmn
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Ab heute Haferlmarkt: Keramik, Kunst & „Der gute Ton“
Wirtschaft

Der Haferlmarkt in der Landshuter Freyung ist fest im Veranstaltungskalender der Stadt verankert. Hier treffen Tradition...

weiterlesen...
Ergolding 3. Okt.: Messe Frauendings - Alles für die Frau
Wirtschaft

Ergolding - pm (23.09.2026) Die Messe Frauendings – Alles für die Frau, findet am Samstag, 3. Oktober, im Ergoldinger...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Nach gescheiterter Hinrichtung: Pike verlässt Krankenhaus
Aus aller Welt

Nach der gescheiterten Hinrichtung in Tennessee machte Christa Pike zuletzt gesundheitliche Fortschritte. Jetzt hat sie das Krankenhaus verlassen.

weiterlesen...
Erste Bilanz: Keine Toten bei Erdbeben in Panama
Aus aller Welt

Verglichen mit den jüngsten Erdbeben in Venezuela und Kolumbien fällt die erste Katastrophenbilanz in Panama recht glimpflich aus. Es gab mindestens 27 Verletzte.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Nach gescheiterter Hinrichtung: Pike verlässt Krankenhaus
Aus aller Welt

Nach der gescheiterten Hinrichtung in Tennessee machte Christa Pike zuletzt gesundheitliche Fortschritte. Jetzt hat sie das Krankenhaus verlassen.

weiterlesen...
Erste Bilanz: Keine Toten bei Erdbeben in Panama
Aus aller Welt

Verglichen mit den jüngsten Erdbeben in Venezuela und Kolumbien fällt die erste Katastrophenbilanz in Panama recht glimpflich aus. Es gab mindestens 27 Verletzte.

weiterlesen...