9. März 2026 / Aus aller Welt

Krokodil-Alarm nach Überschwemmungen im Norden Australiens

Krokodile im Hochwasser: In Australiens Northern Territory lauern nach schweren Überschwemmungen gefährliche Reptilien in den Fluten.

Nach heftigem Regen ist der Katherine River über die Ufer getreten.
Veröffentlicht am 9. März 2026 um 05:54 Uhr

Nach schweren Überschwemmungen im Norden Australiens haben die Behörden die Bevölkerung eindringlich davor gewarnt, sich in Flüsse oder überflutete Gebiete zu begeben – vor allem wegen zahlreicher Krokodile. In der Stadt Katherine im Northern Territory trat der Katherine River nach heftigen Regenfällen über die Ufer, wie der Sender 7News berichtete. Der Pegel erreichte fast 20 Meter – den höchsten Stand seit 1998, als verheerende Überschwemmungen die Region trafen. 

Bisher mussten bereits etwa 1.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden, darunter auch Patienten und Personal des Krankenhauses von Katherine, die in die Provinzhauptstadt Darwin verlegt wurden. Anwohner mehrerer abgelegener Gemeinden wurden mit Flugzeugen und Hubschraubern evakuiert. 

«Absolut überall Krokodile»

Einsatzkräfte warnten derweil eindringlich davor, sich in die Fluten zu begeben - sowohl wegen der starken Strömung als auch wegen zahlreicher Salzwasserkrokodile. «Wir haben Berichte von Menschen, die in Flüssen schwimmen», zitierte der Sender 9News Einsatzleiter Shaun Gill. «Bitte tun Sie das nicht.» Die Rettungseinsätze seien ohnehin schwierig. «Es gibt absolut überall Krokodile», warnte Gill. Gerade bei Hochwasser seien die Tiere besonders aktiv. 

Das Northern Territory ist bei Touristen aus aller Welt beliebt. Katherine liegt in der Nähe des spektakulären Nitmiluk-Nationalparks mit den faszinierenden Schluchten von Katherine Gorge, die über Millionen von Jahren vom Katherine River geschaffen wurden. Ein Besuch per Boot oder Kajak ist für viele Reisende Höhepunkt einer Reise in Australiens Norden. Die Region ist aber auch bekannt für ihre gefährliche Tierwelt, neben riesigen Salzwasserkrokodilen etwa gibt es dort auch giftige Schlangen und Spinnen.


Bildnachweis: © Jas Streten/dpa
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