21. August 2026 / Aus aller Welt

Letzte Leiche nach Lawinenunglück am Broad Peak geborgen

In Pakistans Karakorum-Gebirge sterben bei einer Expedition zehn Bergsteiger um den Netflix-Kletterer Nirmal Purja. Nach drei Wochen wird die letzte Leiche geborgen.

Im Karakorum-Gebirge in Pakistan wurde eine bei einem Lawinenabgang verschüttete US-Amerikanerin geborgen. (Archivbild)
Veröffentlicht am 21. August 2026 um 12:13 Uhr

Rund drei Wochen nach dem Tod von zehn internationalen Bergsteiger um den bekannten Extremsportler Nirmal Purja bei einem Lawinenunglück im Norden Pakistans ist die letzte Leiche der Expedition geborgen worden. Die sterblichen Überreste einer US-Amerikanerin seien am Morgen (Ortszeit) zum Basislager des Broad Peak transportiert worden, teilte der Alpine Club Pakistan (ACP) der Deutschen Presse-Agentur mit.

Leichen unter tiefem Schnee

Die Bergungsmission habe mehrere Wochen angedauert, da im schwierigen Gelände die Leichen der verunglückten Bergsteiger unter tiefem Schnee verschüttet wurden, hieß es weiter. Am 30. Juli war der Kontakt zu der Expedition am Broad Peak - einem der Achttausender Pakistans - nach einem Lawinenabgang abgebrochen.

Die zehnköpfige Expedition sei von Nirmal Purja, dem bekannten nepalesischstämmigen Alpinisten mit britischer Staatsangehörigkeit, geleitet worden, hieß es vom ACP. Purja - auch bekannt unter dem Namen Nims Dai - machte unter anderem international Schlagzeilen, nachdem er 2019 in Rekordzeit alle 14 Achttausender innerhalb von sieben Monaten erklommen hatte. 2023 wurde sein Rekord von einer Norwegerin und einem Nepalesen im Team übertroffen.

Viele Expeditionen im Karakorum-Gebirge

Unter den toten Alpinisten sind nach Angaben des ACP insgesamt sechs Bergsteiger aus Nepal, ein Alpinist aus Pakistan, ein chinesischer Bergsteiger, eine Frau aus dem Oman sowie die nun geborgene Alpinistin aus den USA.

Der Broad Peak ist der zwölfthöchste Berg der Erde und liegt im Karakorum-Gebirge auf der Grenze zwischen Pakistan und China. Die Region im hohen Norden Pakistan zieht jährlich viele internationale Bergsteiger-Expeditionen an. Im Sommer 2025 war in dem Gebirge, am Laila Peak, auch die ehemalige Biathletin Laura Dahlmeier tödlich verunglückt.


Bildnachweis: © Olivier Matthys/EPA/dpa
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