27. Oktober 2025 / Aus aller Welt

Nach Louvre-Einbruch: Museen weltweit erklären Solidarität

Der Louvre-Einbruch hat nicht nur Entsetzen ausgelöst, sondern auch Kritik an den Sicherheitsvorkehrungen. Museumsdirektorinnen und -direktoren verteidigen das Museum nun als offenen Ort - und warnen.

«Museen sind weder Bastionen noch Tresore», betonen die Direktoren und Direktorinnen.
Veröffentlicht am 27. Oktober 2025 um 18:05 Uhr

Nach dem spektakulären Einbruch in den Pariser Louvre haben sich zahlreiche Museumsdirektorinnen und -direktoren aus aller Welt solidarisch gezeigt und das Museum als offenen Ort verteidigt. In einem offenen Brief an die Zeitung «Le Monde» stellen sich 57 Vertreterinnen und Vertreter internationaler Spitzenhäuser hinter Louvre-Chefin Laurence des Cars.

«Unsere Institutionen bleiben nicht von der Härte der Welt verschont», heißt es in dem Schreiben. Museen seien zunehmend Ziel gewalttätiger Angriffe. Was dem Louvre widerfahren sei, gehöre «zu den größten Befürchtungen von Museumsfachleuten». Einige Unterzeichner hätten Ähnliches bereits erlebt.

Offene Museen statt Festungen

Mit dem Angriff, so heißt es weiter, sei nicht nur das Pariser Museum getroffen worden, sondern die Idee des Museums selbst – die Aufgabe, das gemeinsame Erbe der Menschheit mit möglichst vielen Menschen zu teilen. «Museen sind Orte der Vermittlung und des Staunens», schreiben die Direktorinnen und Direktoren. «Sie helfen uns, die Welt mit anderen Augen zu sehen.»

«Museen sind weder Bastionen noch Tresore», heißt es in dem Brief. Zwar müssten Häuser sichere Räume für Kunst und Publikum schaffen, doch ihre eigentliche Bedeutung liege «in ihrer Offenheit und Zugänglichkeit».

Kritik an den Sicherheitsvorkehrungen

Zu den Unterstützern gehören prominente Namen: Marion Ackermann, Präsidentin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Christophe Cherix vom Museum of Modern Art in New York, Nicholas Cullinan vom British Museum in London sowie Emilie Gordenker, Generaldirektorin des Van-Gogh-Museums in Amsterdam.

Bei dem Einbruch vor über einer Woche wurden Juwelen im geschätzten Wert von 88 Millionen Euro entwendet – ein Diebstahl, der nicht nur Entsetzen, sondern auch scharfe Kritik an den Sicherheitsvorkehrungen des weltberühmten Museums ausgelöst hatte.


Bildnachweis: © Thomas Padilla/AP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Umsonst & Draußen - Dieses Jahr fünfzehn Mal ab 3. Juni
Konzert

Landshut – pm (21.05.2026) Das diesjährige Umsonst & Draußen-Festival bietet den Landshuterinnen und Landshutern...

weiterlesen...
"Public Viewing“ zur Fußball-WM bei der Stadt schriftlich anzeigen
Sport

Landshut - pm (22.05.2026) Die Fernsehübertragungen der vom 11. Juni bis zum 19. Juli stattfindenden...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Polizist angeschossen - «Wir wollen den Schützen kriegen»
Aus aller Welt

Mitten in Göttingen fallen Schüsse, ein Beamter wird getroffen. Was bisher über die Tat bekannt ist - und worauf sich die Ermittler nun fokussieren.

weiterlesen...
Launisches Wetter zum Montag – Hitze zur Wochenmitte
Aus aller Welt

Die neue Woche startet überwiegend grau – nur in Teilen von Deutschland setzt sich die Sonne durch. Wo ab Mittwoch heiße Luftmassen dann Temperaturen von teils über 30 Grad mit sich bringen.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Polizist angeschossen - «Wir wollen den Schützen kriegen»
Aus aller Welt

Mitten in Göttingen fallen Schüsse, ein Beamter wird getroffen. Was bisher über die Tat bekannt ist - und worauf sich die Ermittler nun fokussieren.

weiterlesen...
Launisches Wetter zum Montag – Hitze zur Wochenmitte
Aus aller Welt

Die neue Woche startet überwiegend grau – nur in Teilen von Deutschland setzt sich die Sonne durch. Wo ab Mittwoch heiße Luftmassen dann Temperaturen von teils über 30 Grad mit sich bringen.

weiterlesen...