19. Juni 2026 / Aus aller Welt

Mann soll Dreijährigen in Krokodilgehege geworfen haben

Schock in einem britischen Zoo: Ein Mann soll ein Kind in das Krokodilgehege geworfen haben. Der Dreijährige wird schwer verletzt geborgen. Wie nah kam das Kind den Krokodilen?

Der Besuch in einem britischen Zoo endet für einen Dreijährigen dramatisch: Ein Mann soll ihn in das Krokodilgehege geworfen haben, das Kind wird schwer verletzt.
Veröffentlicht am 19. Juni 2026 um 13:26 Uhr

Ein Mann soll einen Dreijährigen in einem Zoo in der britischen Grafschaft Huntingdonshire in ein Krokodilgehege geworfen haben. Der kleine Junge sei bei dem noch ungeklärten Vorfall am Donnerstag schwer verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur PA. Polizeibeamte nahmen den 30-Jährigen demnach wegen des Verdachts auf versuchten Mord fest. 

Am Freitag wurde der Mann gegen Kaution freigelassen. Er sei nicht vernehmungsfähig, teilte die Polizei von Cambridgeshire mit. Die Ermittlungen der Abteilung für schwere Verbrechen dauern demnach an.

Die Polizei nimmt an, dass sich der Mann und das Kind nicht gekannt haben. Inwieweit der Dreijährige den Krokodilen nahekam, ist noch nicht offiziell bestätigt. Britische Medien berichten jedoch unter Berufung auf Polizeikreise, dass der Junge von einem Krokodil attackiert wurde.

Die Polizei wurde am frühen Donnerstagnachmittag zu dem Zoo in dem knapp zwei Autostunden nördlich von London gelegenen Huntingdonshire gerufen. Der Junge wurde laut Polizei in ein Krankenhaus in Cambridge gebracht und befindet sich in kritischem, aber stabilen Zustand. 

Plattform über Krokodilgehege

Ein Dorfbewohner, der anonym bleiben wollte, berichtete PA, dass die Frau des Zoobesitzers in das Gehege hineingesprungen sei, um das Kind zu retten. Ein Polizeisprecher bat darum, nicht über den Hergang zu spekulieren, solange die Ermittlungen noch andauerten. 

Die Krokodile sind laut PA in einem Tropenhaus untergebracht, das sich in einem umgebauten Viehstall befindet. Mike Annicelli, 52, der in der Nähe des Zoos wohnt, sagte der Nachrichtenagentur, er habe die Anlage bereits zuvor besucht und sich dort sicher gefühlt. «Alles ist erhöht, man ist weit von den Tieren entfernt.» Es gebe dort eine «erhöhte Plattform», und die Krokodile befänden sich etwa 15 Fuß (etwa 4,6 Meter) darunter.


Bildnachweis: © Joe Giddens/PA Wire/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

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