5. Januar 2026 / Aus aller Welt

Mehr als eine Million unterstützen Petition für Böllerverbot

Während das Bündnis #böllerciao ein bundesweites Böllerverbot fordert, warnt die Pyrotechnik-Branche vor pauschaler Bestrafung. Was die Debatte um Silvesterböller anheizt.

 Im Dezember waren sich die Innenminister von Bund und Ländern bei einem Treffen in Bremen nicht einig über ein Böllerverbot geworden. (Archivfoto)
Veröffentlicht am 5. Januar 2026 um 13:52 Uhr

Mehr als eine Million Menschen haben sich mit einer Petition für ein bundesweites Böllerverbot ausgesprochen. Das von der Deutschen Umwelthilfe initiierte Bündnis #böllerciao übergab die Petition mit 1.035.809 Unterschriften sowie einen offenen Brief an das Bundesinnenministerium, wie die Deutsche Umwelthilfe mitteilte. In dem Brief wird unter anderem eine sofortige Änderung der Sprengstoffverordnung durch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) gefordert, um ein bundesweites Verkaufs- und Anwendungsverbot von privater Pyrotechnik an Silvester zu erreichen.

DHU-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch sagte: «Nach den Ereignissen und den vielen Toten und Verletzten zu diesem Silvesterfest steht Minister Dobrindt vor seinem persönlichen Debakel. Er hätte es in der Hand gehabt, viele der Todesfälle und der unzähligen verletzten Menschen und zerstörten Wohnungen und Häuser zu vermeiden.»

Auch die Gewerkschaft der Polizei Berlin hatte eine Petition mit dem Titel «Bundesweites Böllerverbot, jetzt!» gestartet. Im Dezember waren sich die Innenminister von Bund und Ländern bei einem Treffen in Bremen nicht einig über ein Böllerverbot geworden.

Bvpk: Pauschale Bestrafung trifft die Falschen

Der Bundesverband für Pyrotechnik und Kunstfeuerwerk (bvpk) sprach sich erneut gegen weitere Einschränkungen des privaten Silvesterfeuerwerks aus. Geschäftsführer Christoph Kröpl sagte: «Wer Millionen friedlicher Feiernder pauschal bestraft, trifft die Falschen, spaltet die Gesellschaft und lenkt davon ab, worum es wirklich geht: illegales Feuerwerk, zweckentfremdete Pyrotechnik, oft unter starkem Alkoholeinfluss, und Eigenlaborate. Das sind Straftaten. Dafür gibt es Gesetze, sie müssen konsequent durchgesetzt werden.»


Bildnachweis: © Pia Bayer/dpa
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