23. Februar 2026 / Aus aller Welt

Nasa: «Artemis 2»-Raketensystem kommt zurück in Hangar

Die krisengeplagte Mond-Mission «Artemis 2» verzögert sich weiter. Um technische Probleme zu beheben, soll das Raketensystem diese Woche von der Startrampe zurück in den Hangar gerollt werden.

Mit der Mission «Artemis 2» sollen vier Astronauten bald in Richtung Mond fliegen. (Archivbild)
Veröffentlicht am 23. Februar 2026 um 00:01 Uhr

Das «Artemis 2»-Raketensystem soll noch diese Woche seinen Platz an der Startplattform verlassen und für Reparaturen zurück in den Hangar gerollt werden. Als frühesten Termin für den «Rollback» auf dem Gelände des Kennedy Space Center im US-Bundesstaat Florida hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa Dienstag anvisiert. Dies würde jedoch noch vom Wetter abhängen, teilte die Behörde am Sonntag mit. Für die gut sechs Kilometer lange Strecke plant die Nasa mehrere Stunden ein.

Nasa-Chef Jared Isaacman hatte am Samstag mitgeteilt, es liege ein Problem mit der Helium-Zufuhr in einer der Raketenstufen vor. Zur Behebung des Problems müssten die Trägerrakete und die Orion-Raumkapsel zurück in die Montagehalle gebracht werden. Damit sei das im März geplante Startfenster nicht mehr einzuhalten, schrieb Isaacman auf der Plattform X. 

Ob der Start möglicherweise im April erfolgen kann, hänge nun davon ab, wie schnell die technischen Probleme zu lösen seien, hieß es am Sonntag. Die vierköpfige Crew war zuvor aus der Quarantäne entlassen worden. 

Gelingt der Start im April?

Ursprünglich hatte die Nasa den «Artemis 2»-Start für Anfang Februar anvisiert, doch wegen Wasserstoff-Lecks bei Tests musste dieser Termin verschoben werden. Nach einem weiteren Probelauf, bei dem bis auf den eigentlichen Start alle Abläufe getestet wurden, hatte Nasa-Chef Isaacman erst am Freitag von einem «großen Fortschritt» gesprochen. Der frühestmögliche Starttermin für die Mission wurde da noch mit dem 6. März angegeben. Der erste bemannte Mondflug seit mehr als 50 Jahren lässt nun weiter auf sich warten.

Mit der «Artemis 2»-Mission sollen erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert wieder Menschen in die Nähe des Mondes fliegen. Die US-Astronauten Christina Koch, Victor Glover und Reid Wiseman sowie ihr kanadischer Kollege Jeremy Hansen sollen den Mond bei der etwa zehntägigen Mission umrunden. Zuletzt waren US-Astronauten 1972 auf dem Mond gewesen.


Bildnachweis: © Sam Lott/NASA via AP/dpa
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