24. Mai 2026 / Aus aller Welt

Rettungsarbeiten nach Minenunglück in Nordchina gehen weiter

Beim schwersten Minenunglück in China seit 2009 kommen mindestens 82 Menschen ums Leben. Nach wie vor gibt es Vermisste. Wegen der Unglücksursache ermitteln die Behörden.

Die Rettungsarbeiten im Zuge von Chinas verheerendstem Minenunglück seit über 16 Jahren sind nach wie vor im Gange.
Veröffentlicht am 24. Mai 2026 um 09:42 Uhr

Die Rettungsarbeiten nach Chinas verheerendstem Minenunglück seit über 16 Jahren dauern an. Laut chinesischen Behörden kamen am Freitagabend 82 Personen nach einer Gasexplosion in einem Bergwerk im nordchinesischen Landkreis Qinyuan ums Leben. Nach wie vor werden zwei Personen vermisst, berichteten chinesische Staatsmedien.

Zuvor hatten die Behörden aufgrund «chaotischer Zustände am Unfallort» zunächst fälschlicherweise 90 Tote gemeldet, ehe sie die Opferzahl nach unten korrigierten.

Am Freitagabend war es in dem Bergwerk im Landkreis Qinyuan in der Provinz Shanxi zu einer Gasexplosion gekommen, während der sich fast 250 Arbeiter unter Tage befunden haben sollen. 128 Verletzte werden derzeit in umliegenden Krankenhäusern behandelt. 

Entgegen vorheriger Angaben, dass sich alle Verletzten in stabilem Zustand befinden, berichtete die staatliche «China Daily» von zwei Personen in kritischem Zustand.

Die genaue Ursache des Unglücks ist bislang nicht bekannt. Doch laut einer ersten Untersuchung wurden schwerwiegende Gesetzesverstöße des Minenbetreibers festgestellt, wie chinesische Staatsmedien berichteten. Um welche Verstöße es sich konkret handelt, blieb unklar. Mehrere Personen wurden unterdessen festgenommen.

Die Provinz Shanxi gilt als eines der Zentren der chinesischen Kohleindustrie. Obwohl China in den letzten Jahren verstärkt auf erneuerbare Energien setzt, deckt Kohle nach wie vor etwas mehr als die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs des Landes ab. 

In der Vergangenheit kam es in China immer wieder zu schweren Unfällen mit vielen Toten, auch wenn sich die Umsetzung der Sicherheitsstandards in den letzten Jahren spürbar verbessert hat. Das aktuelle Grubenunglück ist das verheerendste in China seit 2009, als bei einer Explosion in einer Kohlemine in der Provinz Heilongjiang nahe der russischen Grenze 108 Menschen starben.


Bildnachweis: © Cao Yang/XinHua/dpa
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