19. Dezember 2025 / Aus aller Welt

Rom führt Eintrittsgeld für Trevi-Brunnen ein

Die Trevi-Brunnen gehört zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Roms. Um ihn zu sehen, muss man viel Gedränge in Kauf nehmen. Um den Andrang zu drosseln, gilt ab kommendem Jahr eine neue Regelung.

Am Trevi-Brunnen herrscht stets dichtes Gedränge. (Archivbild)
Veröffentlicht am 19. Dezember 2025 um 17:26 Uhr

Der Trevi-Brunnen im historischen Zentrum Roms ist ein Klassiker bei einem Besuch der italienischen Hauptstadt. Der bisher kostenlose Zugang zu dem wohl berühmtesten Brunnen der Welt wird künftig jedoch etwas kosten: Touristen müssen dafür ab dem 1. Februar ein Zwei-Euro-Ticket erwerben, wie Roms Bürgermeister Roberto Gualtieri nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa sagte. Für Einheimische bleibt der Zugang kostenfrei.

Die «Fontana di Trevi» gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Roms. Lange Zeit war der Bereich um den im 18. Jahrhundert errichteten Monumentalbrunnen völlig überfüllt - zahlreiche Touristen drängten sich an dem Wasserbecken für ein Selfie oder den traditionellen Münzwurf in das Wasser.

Zugang zum Wasserbecken bereits reguliert

Bereits seit etwa einem Jahr wird der Besucherandrang gedrosselt: Maximal 400 Personen dürfen sich gleichzeitig in der Anlage aufhalten. Der Brunnen war im vergangenen Jahr für Restaurierungsarbeiten für das diesjährige Heilige Jahr der katholischen Kirche abgesperrt. Nach der Fertigstellung der Restaurierung blieb der Zugang reguliert.

Im Detail geht es bei dem neuen Eintrittsgeld darum, dass der direkte Zugang zum Wasserbecken etwas kosten soll. Die Piazza vor dem Trevi-Brunnen wird weiter kostenlos betretbar sein. Gualtieri kündigte ein Zwei-Euro-Ticket auch für fünf weitere Sehenswürdigkeiten in Rom an, darunter etwa die Maxentiusvilla.

Italien leidet am Massentourismus

Bereits vor wenigen Tagen berichtete der «Corriere della Sera» von der Einführung eines Eintrittsgeldes. Die Stadt Rom dementierte zunächst den Zeitungsbericht und erklärte, ein Eintrittsgeld werde bisher nur erwogen. Mit der Maßnahme will Rom gegen das Phänomen des Massentourismus vorgehen, mit dem auch viele andere Städte in Italien kämpfen. Zuletzt führte etwa die norditalienische Stadt Verona ein Eintrittsgeld für die berühmte Julia-Statue ein.


Bildnachweis: © Marijan Murat/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

JVA-Häftling wollte gegen 13 Uhr als Klinikpatient flüchten - Massiver Polizeieinsatz
Polizei / Gericht

Landshut - hs (06.07.2026) Helle Aufregung rund um das Landshuter Klinikum gegen 13.15 Uhr. Zahlreiche Polizeifahrzeuge...

weiterlesen...
Eurojackpot: Über 87 Millionen Euro gehen nach NRW
Aus aller Welt

17, 25, 35, 39, 41 - diese Gewinnzahlen machen eine Tipperin oder einen Tipper aus Nordrhein-Westfalen zum Lotto-Millionär. Auch in anderen Bundesländern durfte gejubelt werden.

weiterlesen...
Verkehrshinweis zum Triathlon am 28. Juni rund um Gretlmühle
Verkehr

Landshut - pm (22.06.2026) Am Sonntag, 28. Juni, verwandelt sich das Naherholungsgebiet Gretlmühle erneut in die...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Nur jede und jeder Zehnte nutzt gar keine Emojis
Aus aller Welt

Lachen, Herzen, Zwinkern: Emojis werden in Chats häufig benutzt. Die Gen-Z sendet sie fast immer, Boomer tun es seltener. Viele sind unsicher, was manche bedeuten. Eine aktuelle Bitkom-Umfrage dazu.

weiterlesen...
Wegen Hitze und Trockenheit Debatte um Wasserverbrauch
Aus aller Welt

Einfach mal die Blumen gießen? In Teilen Europas ist das nicht mehr so einfach. In Deutschland wächst die Debatte über den Umgang mit knappem Wasser.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Nur jede und jeder Zehnte nutzt gar keine Emojis
Aus aller Welt

Lachen, Herzen, Zwinkern: Emojis werden in Chats häufig benutzt. Die Gen-Z sendet sie fast immer, Boomer tun es seltener. Viele sind unsicher, was manche bedeuten. Eine aktuelle Bitkom-Umfrage dazu.

weiterlesen...
Wegen Hitze und Trockenheit Debatte um Wasserverbrauch
Aus aller Welt

Einfach mal die Blumen gießen? In Teilen Europas ist das nicht mehr so einfach. In Deutschland wächst die Debatte über den Umgang mit knappem Wasser.

weiterlesen...