7. August 2026 / Aus aller Welt

Sächsische Schweiz nach Unwetter teilweise gesperrt

Nach dem tödlichen Unwetter in der Sächsischen Schweiz dürfen Teile des Nationalparks nahe der berühmten Felsformation Bastei nicht betreten werden. Warum noch immer Lebensgefahr besteht.

Bei einem Unwetter stürzten zalhreiche Bäume um.
Veröffentlicht am 7. August 2026 um 15:23 Uhr

Nach dem schweren Unwetter mit einem Toten versuchen die Einsatzkräfte in der Sächsischen Schweiz, sich einen Überblick über die Schäden zu verschaffen. Es seien unzählige Bäume umgestürzt, sagte Björn Rosenkranz, Kreisbrandmeister des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Das Gebiet sei nicht passierbar - und vorerst auch nicht räumbar. Es bestehe Lebensgefahr. 

38-Jähriger von umstürzendem Baum getroffen

Am Freitagabend hatte ein Gewitter mit heftigen Winden das Tal Amselgrund unweit der bekannten Felsformation Bastei getroffen. Es überraschte Wanderer und Menschen, die auf dem Weg zu einer Vorstellung der Felsenbühne Rathen waren. 

Ein 38 Jahre alter Mann wurde auf dem Basteiweg von einem umstürzenden Baum tödlich getroffen. Drei Menschen erlitten an einer anderen Stelle mittelschwere Verletzungen. Die Feuerwehr brachte 40 Personen aus der Gefahrenzone.

Am Samstag waren Drohnenstaffeln der Bergwacht in Sebnitz und des Technischen Hilfswerks in Dippoldiswalde im Einsatz, um das Gebiet zu überfliegen. «Heute ist der Schwerpunkt, das Schadensgebiet zu kartieren», sagte Rosenkranz. Menschen hielten sich definitiv nicht mehr in der Unglücksgegend auf. Es seien rund 30 Kräfte im Einsatz. Am Abend nach dem Gewitter seien circa 100 Retter vor Ort gewesen. 

Teile des Nationalparks gesperrt

Teile des Nationalparks Sächsische Schweiz dürfen bis auf weiteres nicht betreten werden. Dies betrifft die Gebiete zwischen der Bastei, Rathen, Hohnstein und dem Polenztal, wie der Staatsbetrieb Sachsenforst mitteilte. Im Wald hingen noch zahlreiche abgebrochene Äste und schräg liegende Bäume, die infolge des Sturms jederzeit umstürzen könnten, berichtete eine Sprecherin.

«Es war ein sehr, sehr starkes lokales Sturmereignis», hieß es vom Sachsenforst. Nach ersten Schätzungen erstrecke sich das betroffene Gebiet auf etwa 25 Hektar, sagte Kreisbrandmeister Rosenkranz. Die Aufräumarbeiten dürften sich bis in die kommende Woche erstrecken.

Auch in anderen Teilen der Sächsischen Schweiz in Richtung Hohnstein und Bad Schandau habe es unwetterbedingte Einsätze gegeben. Dort sei es jedoch bei vereinzelt umgestürzten Bäumen geblieben. 

Vorstellungen in der Felsenbühne Rathen abgesagt

Die Felsenbühne Rathen sagte ihre Vorstellungen bis einschließlich Sonntag ab. Das Ensemble sei wohlauf, hatte der Leiter des Spielbetriebs, Johannes Gärtner, berichtet.


Bildnachweis: © Sebastian Kahnert/dpa
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