10. März 2026 / Aus aller Welt

Schlafendes Baby im Kinderwagen entführt

Albtraum für Eltern in Dänemark: Ein Baby wird im Kinderwagen aus einem Innenhof entführt. 90 Minuten später findet die Polizei das Mädchen in einem Hotelzimmer. Nun kommen grausige Details ans Licht.

Dramatische Stunden im dänischen Hadersleben. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 10. März 2026 um 18:17 Uhr

Ein Mann soll ein schlafendes Baby in Dänemark in dessen Kinderwagen entführt und versucht haben, es zu vergewaltigen. Das berichtete die dänische Nachrichtenagentur Ritzau. Das sieben Monate alte Mädchen war am Montagabend zunächst aus einem Innenhof verschwunden und später in einem Hotelzimmer wiedergefunden worden, in dem sich auch der 37-jährige Verdächtige aufhielt, wie die Polizei mitteilte. Dieser wurde am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt. Der entschied: Der Mann kommt für vier Wochen in Untersuchungshaft.

Das Kind soll im Krankenhaus untersucht werden, wie dessen Vater Medien sagte. Das Baby hatte in seinem Kinderwagen in dem Innenhof des Hauses im süddänischen Hadersleben geschlafen, in dem die Wohnung der Familie liegt. In Dänemark ist es normal, dass Kinder etwa ihren Mittagsschlaf an der frischen Luft machen - nicht nur in privaten Innenhöfen, sondern zum Beispiel auch in Kitas oder in Kinderwagen vor Cafés. 

Eltern unter Schock: «Unsere Kinder schlafen dort jeden Tag»

Der Innenhof sei mit einem Gittertor gesichert gewesen, das zum Zeitpunkt der Entführung aber nicht abgeschlossen gewesen sei, zitieren dänische Medien die Eltern des Mädchens. «Unsere Kinder schlafen dort beide jeden Tag», sagte der Vater der Zeitung «JydskeVestkysten». «Wir sind total geschockt und haben Angst.» Nie wieder würden sie ihr Kind ohne Aufsicht draußen schlafen lassen. 

Eineinhalb Stunden lang mussten die Eltern am Abend um ihr Kind bangen. Den Kinderwagen fand die Polizei einen Kilometer vom Tatort entfernt. Nach dem Fund des Babys in einem Hotel in Hadersleben hätten seine Mitarbeiter unter Schock gestanden, sagte der Hotelchef der Nachrichtenagentur Ritzau.

Was das Motiv für die Tat sein könnte und ob der Verdächtige das Mädchen kannte, war zunächst unklar. Seiner Tochter gehe es schon besser, sagte der Vater «JydskeVestkysten»: «Gestern konnten wir kaum mit ihr kommunizieren - als wäre sie betäubt und megamüde.»


Bildnachweis: © picture alliance / dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Zwei Maßkrüge gegen Mitternacht aus Festzelt geklaut
Uncategorised

Landshut - pol (18.04.2026) Am Freitag, 18. April, konnte gegen 0:40 Uhr konnte in der Wittstraße ein 22-jähriger...

weiterlesen...
Demo auf Brennerautobahn führt Ende Mai zu Totalsperre
Aus aller Welt

Reisenden auf der Brenner-Route verleidet eine Baustelle derzeit ohnehin die Fahrt nach Italien. Am 30. Mai aber kommt es noch viel dicker. Der Grund für die stundenlange Sperre ist ungewöhnlich.

weiterlesen...
Verkehrsinfos zur Maikundgebung am Ländtor am 1. Mai
Politik

Landshut - pm (27.04.2026) Am Freitag, 1. Mai, findet in der Innenstadt ein Demonstrationszug mit einer Kundgebung des...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Drogenkrieg in Marseille – Prozess gegen Clan-Chef startet
Aus aller Welt

Kugeln in Schulen, Tote auf dem Bürgersteig, Polizei unter Verdacht: Der Prozess gegen «die Katze» zeigt, wie tief der Drogenkrieg in Marseille das Leben der Menschen verändert.

weiterlesen...
Ebola im Kongo: Wie gefährlich ist der Ausbruch?
Aus aller Welt

Die WHO ruft den internationalen Gesundheitsnotstand aus. Die Ausbreitungsgefahr in der Region ist hoch. Müssen sich auch Menschen in Europa Sorgen machen?

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Drogenkrieg in Marseille – Prozess gegen Clan-Chef startet
Aus aller Welt

Kugeln in Schulen, Tote auf dem Bürgersteig, Polizei unter Verdacht: Der Prozess gegen «die Katze» zeigt, wie tief der Drogenkrieg in Marseille das Leben der Menschen verändert.

weiterlesen...
Ebola im Kongo: Wie gefährlich ist der Ausbruch?
Aus aller Welt

Die WHO ruft den internationalen Gesundheitsnotstand aus. Die Ausbreitungsgefahr in der Region ist hoch. Müssen sich auch Menschen in Europa Sorgen machen?

weiterlesen...