21. November 2025 / Aus aller Welt

Schumacher-Erpressung: Familie vorsichtiger geworden

Die gescheiterte Erpressung der Familie von Michael Schumacher ist nicht folgenlos geblieben. Das hat Schumacher-Managerin Sabine Kehm berichtet.

Schumacher-Erpressung veränderte Umgang der Familie (Archivbild)
Veröffentlicht am 21. November 2025 um 18:13 Uhr

Die versuchte Erpressung der Familie des mehrfachen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher hat deren Umgang mit ihren Angestellten verändert. «Der Vertrauensbruch hat dazu geführt, dass die Familie den Leuten, die für sie arbeiten, mit mehr Abstand gegenübertritt, dass sie vorsichtiger ist», sagte Schumacher-Managerin Sabine Kehm als Zeugin im Berufungsprozess um den Erpressungsversuch am Wuppertaler Landgericht.

Die Familie Schumacher war mit der Veröffentlichung privater Fotos und Videos von Michael Schumacher erpresst worden. Sie sollten 15 Millionen Euro zahlen, andernfalls werde man die Bilder im Darknet veröffentlichen. Der frühere Rennfahrer wird seit seinem schweren Skiunfall 2013 von seiner Familie und deren Mitarbeitern von der Öffentlichkeit abgeschirmt. Er hatte eine schwere Kopfverletzung erlitten.

«Extrem perfide»

«Ich finde es persönlich extrem perfide, dass man das Leid so ausnutzen will, deswegen ist doch klar, dass die Familie ihren Leuten härter gegenübertritt», sagte Kehm. «Selbst wenn man sich trennt und ist nicht glücklich darüber, dann rechtfertigt das so etwas nicht. Corinna verfolgt das schon mit Verbitterung», sagte die 60-Jährige. «Und es ist doch klar, dass gewisse Medien wieder Fotografen an das Gelände schicken. Man wird da so ein Stück weit unfrei.» 

Das Amtsgericht Wuppertal hatte den mehrfach vorbestraften Hauptangeklagten (54) Mitte Februar wegen versuchter Erpressung in einem besonders schweren Fall zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Ein ehemaliger Sicherheitsmitarbeiter (54) der Familie wurde wegen Beihilfe zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und 2.400 Euro Geldauflage verurteilt. 

Beide Seiten waren gegen das Urteil in die Berufung ans Landgericht gezogen. Das Urteil gegen den Sohn des Hauptangeklagten, sechs Monate auf Bewährung wegen Beihilfe, ist inzwischen rechtskräftig. Drei weitere Verhandlungstage sind bis Anfang Dezember angesetzt.


Bildnachweis: © Oliver Berg/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Frühjahrsdult Landshut 2026
Aktuell

Die Landshuter Dult zählt zu den bekanntesten Volksfesten in Bayern und begeistert jedes Jahr tausende Besucher.

weiterlesen...
Zwei Maßkrüge gegen Mitternacht aus Festzelt geklaut
Uncategorised

Landshut - pol (18.04.2026) Am Freitag, 18. April, konnte gegen 0:40 Uhr konnte in der Wittstraße ein 22-jähriger...

weiterlesen...
Erneuerbare Energie verteidigen. Aufruf: Demo in München
Umwelt und Klima

München - pm (13.04.20269 In mehreren deutschen Großstädten - so auch in München - finden am Samstag, 18. April,...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Hantavirus-Ausbruch: Schiffsreisende auf Teneriffa erwartet
Aus aller Welt

Nach 40 Tagen an Bord ihres Kreuzfahrtschiffs sollen die Passagiere der «Hondius» Teneriffa erreichen. Sie erwarten strenge Quarantänemaßnahmen und versiegelte Fahrzeuge. Koffer müssen zurückbleiben.

weiterlesen...
TG Mipa LA siegt im letzten Saisonspiel grandios 40:20
Sport

Landshut - hs (09.05.2026) Die TG Mipa Landshut konnte heute, Samstag um 20 Uhr im Sportzentrum West das letzte...

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Hantavirus-Ausbruch: Schiffsreisende auf Teneriffa erwartet
Aus aller Welt

Nach 40 Tagen an Bord ihres Kreuzfahrtschiffs sollen die Passagiere der «Hondius» Teneriffa erreichen. Sie erwarten strenge Quarantänemaßnahmen und versiegelte Fahrzeuge. Koffer müssen zurückbleiben.

weiterlesen...
600 Kilometer in 96 Stunden - Läufer Saatçi verfehlt Ziel
Aus aller Welt

Ein 28-jähriger Berliner rennt für mehrere Tage durch die kalifornische Hitze. Immer dabei: Seine Fans im Netz. Sein Ziel: 600 Kilometer in 96 Stunden zurücklegen. Am Ende fehlen ihm einige.

weiterlesen...