Nach einem Steinwurf auf einen Polizeiwagen haben Polizisten in einem Hochhaus in Kiel am Morgen DNA-Tests der Bewohner vorgenommen. «Nach vorläufigem Stand willigten mehr als 80 Prozent der im Wohnhaus angetroffenen Personen einer DNA-Entnahme ein», berichtete die Polizei. Viele Menschen hätten die Maßnahme begrüßt. Mit Hilfe der Speichelproben will die Polizei den Steinewerfer ermitteln. Der Einsatz dauerte bis in den späten Vormittag. Der bisher unbekannte Täter hatte Anfang Juni aus einem der oberen Stockwerke des Hauses einen Pflasterstein auf einen Streifenwagen geworfen und damit eine Polizistin auf dem Beifahrersitz verletzt. Die Staatsanwaltschaft wertet den Vorfall als versuchtes Tötungsdelikt, wie eine Polizeisprecherin sagte. Das Haus befindet sich im Kieler Stadtteil Mettenhof. Dort sind nach Polizeiangaben mehr als 250 Menschen gemeldet. Von der Reihenuntersuchung betroffen sind den Angaben zufolge alle Bewohnerinnen und Bewohnern des 25-geschossigen Mehrfamilienhauses, die zum Tatzeitpunkt mindestens 14 Jahre alt gewesen seien. Die Abgabe der DNA erfolgte auf freiwilliger Basis und ist auch nur für dieses Verfahren vorgesehen. Nach erfolgtem Abgleich solle die Proben demnach vernichtet werden. Bei dem Vorfall in der Nacht zum 2. Juni warf ein bislang Unbekannter einen Pflasterstein auf einen Streifenwagen. «Dieser Stein wurde aus einem der oberen Stockwerke geworfen, hat die Frontscheibe des Streifenwagens durchbrochen und ist in den Streifenwagen hineingefallen», sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur vor Ort. Dabei wurde laut Polizei eine 25 Jahre alte Beamtin auf dem Beifahrersitz an der Hand und am Sprunggelenk verletzt. Die Polizistin, die zwischenzeitlich dienstunfähig gewesen sei, könne mittlerweile wieder arbeiten, sagte die Sprecherin. Ein 59 Jahre alter Kollege der Frau sei nicht verletzt worden. Auf dem Stein wurden DNA-Spuren sichergestellt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft habe deswegen das Amtsgericht Kiel die DNA-Untersuchungen angeordnet. Die Zahl der eingesetzten Beamten lag nach Polizeiangaben im unteren dreistelligen Bereich. Die Kieler Polizei wurde dabei von der Bereitschaftspolizeiabteilung aus Eutin unterstützt.DNA-Spuren am Pflasterstein sollen Täter überführen
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Steinwurf auf Streifenwagen – DNA-Test für Hochhausbewohner
Beamte nehmen DNA-Proben in einem 25-stöckigen Hochhaus in Kiel. Aus einem der oberen Stockwerke war ein Pflasterstein auf einen Polizeiwagen geworfen worden. Wie viele eine Probe abgaben.
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