21. April 2026 / Aus aller Welt

Sternschnuppen am Nachthimmel und der Mond spielt mit

Es darf wieder gewünscht werden: Derzeit verglühen Kometentrümmer am Nachthimmel.

Die Lyriden treten jedes Jahr im April auf. (Archivbild)
Veröffentlicht am 21. April 2026 um 10:35 Uhr

Sternschnuppenfans haben wieder etwas zu schauen: Die Beobachtungsbedingungen für die sogenannten Lyriden seien am besten von 01.00 Uhr bis morgens vor dem Einsetzen der Dämmerung, sagte der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde mit Sitz im südhessischen Bensheim, Uwe Pilz, der Deutschen Presse-Agentur. 

Das Maximum der Lyriden werde rechnerisch am Abend des Mittwochs (22. April) erwartet. Zu dieser Zeit sei der Ausstrahlungspunkt, der sogenannte Radiant, aber noch nicht aufgegangen. Etwa ab Mitternacht stehe er in ausreichender Höhe, um Sternschnuppen gut zu sehen. «Am besten zu beobachten sind sie, wenn der Radiant hoch am Himmel steht», sagte Pilz - vorausgesetzt, das Wetter spiele mit. «Der höchste Punkt wird kurz vor der Morgendämmerung erreicht.»

«15 bis 20 Sternschnuppen in einer Stunde»

«Diese günstige Lage und die Abwesenheit des Mondes am Morgenhimmel lassen für diese Nacht ein schönes Himmelsschauspiel erwarten», ergänzte Pilz. Die Lyriden seien ein Strom mit mittlerer Aktivität. «Man kann mit 15 bis 20 Sternschnuppen in einer Stunde rechnen.» Die Sternschnuppen könnten auch in einigen Nächten vor und nach dem Maximum beobachtet werden.

In der Nacht des Maximums stehen die Chancen, das Spektakel zu beobachten, dem Deutschen Wetterdienst zufolge in weiten Teilen des Landes gut. In Norddeutschland von Ostfriesland bis zur Oder seien die Chancen am geringsten, sagte ein Sprecher. Dort sollen Wolkenfelder aufziehen. In jedem Fall könne man das Spektakel südlich des Harzes in der Mitte und im Süden des Landes sehen. «Da steht dem Schauspiel nichts entgegen.» Wer Sternschnuppen beobachten will, sollte allerdings an eine warme Jacke, dicke Socken und Handschuhe denken. In Bodennähe sind den Meteorologen zufolge frostige Temperaturen zu erwarten.

Abgesplitterte Kometen-Bruchstücke

Die Meteore tauchen mit einer Geschwindigkeit von rund 50 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein und verglühen. Dies sind 180.000 Kilometer pro Stunde. Der Ausstrahlungspunkt liegt zwischen dem Herkules-Viereck und dem Sternbild Leier. Die Lyriden sind abgesplitterte Bruchstücke des Kometen C/1861 G1 (Thatcher), durch die die Erde auf ihrer Umlaufbahn zieht.


Bildnachweis: © Daniel Reinhardt/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Polizei räumt Cervenys' Hanfladen in der Theaterstraße aus
Polizei / Gericht

Bei der Razzia bei Hanf.com in der Landshuter Theaterstraße wurden rund 1.500 Artikel beschlagnahmt,...

weiterlesen...
Maßnahmen zum Gewässerunterhalt im Klötzlmühlbach
Umwelt und Klima

Landshut - pm (02.10.2026) In der Zeit vom 5. bis einschließlich 9. Oktober findet am Klötzlmühlbach, am Hammerbach...

weiterlesen...
Mehrere Verletzte bei Brand auf Campingplatz
Aus aller Welt

An Italiens größtem See bricht ein Feuer aus. Betroffen sind zahlreiche Urlauber. Mehrere müssen ins Krankenhaus gebracht werden. Inzwischen sind die Flammen unter Kontrolle.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Bahn setzt auf Augenmaß bei Kontrollen gegen Alkohol
Aus aller Welt

An rund 5.700 Bahnhöfen gilt nun ein Alkoholverbot – auch an Spieltagen der Fußball-Bundesliga. Die Bahn will Verstöße mit Augenmaß ahnden.

weiterlesen...
Schuldach in Pakistan stürzt ein - Mindestens 28 Schüler tot
Aus aller Welt

Sie waren im Unterricht, als das Dach ihrer Schule einstürzte: Viele Schüler im Alter von bis zu 12 Jahren und eine Lehrerin sind gestorben. Unter den Trümmern werden noch weitere Menschen vermutet.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Bahn setzt auf Augenmaß bei Kontrollen gegen Alkohol
Aus aller Welt

An rund 5.700 Bahnhöfen gilt nun ein Alkoholverbot – auch an Spieltagen der Fußball-Bundesliga. Die Bahn will Verstöße mit Augenmaß ahnden.

weiterlesen...
Schuldach in Pakistan stürzt ein - Mindestens 28 Schüler tot
Aus aller Welt

Sie waren im Unterricht, als das Dach ihrer Schule einstürzte: Viele Schüler im Alter von bis zu 12 Jahren und eine Lehrerin sind gestorben. Unter den Trümmern werden noch weitere Menschen vermutet.

weiterlesen...