8. November 2025 / Aus aller Welt

Taifun hinterlässt Zerstörung auf Philippinen und Vietnam

Nach dem verheerenden Taifun «Kalmaegi» kämpfen die Philippinen und Vietnam mit enormen Schäden. Immer mehr Tote werden geborgen. Und der nächste Sturm rollt bereits an.

«Kalmaegi» hatte am Freitag Vietnam erreicht.
Veröffentlicht am 8. November 2025 um 11:14 Uhr

Der heftige Taifun «Kalmaegi» hat auf den Philippinen und in Vietnam eine Spur der Zerstörung hinterlassen. Auf den Philippinen sei die Zahl der Toten auf über 200 gestiegen, teilte der Katastrophenschutz am Samstag mit. In Vietnam kamen nach Angaben der Regierung mindestens fünf Menschen ums Leben, drei weitere werden noch vermisst. 

«Kalmaegi» hatte in den vergangenen Tagen mit orkanartigen Böen, heftigen Regenfällen und meterhohen Flutwellen zunächst auf den Philippinen gewütet. Es handelt sich um eine der schlimmsten Flutkatastrophen der vergangenen Jahre - viele Menschen haben in Schlamm und Wassermassen alles verloren. Mindestens 204 Menschen kamen nach Angaben des Katastrophenschutzes ums Leben. 109 weitere wurden demnach noch vermisst. Insgesamt sind fast drei Millionen Bewohner des Inselstaates von den Folgen des Wirbelsturms betroffen.

Am Freitag zog «Kalmaegi» dann weiter nach Vietnam. Nach Angaben der Regierung wurden dort rund 2.600 Häuser beschädigt. Auf in Medien verbreiteten Fotos waren abgedeckte Häuser, Trümmer und zerstörte Märkte zu sehen. Mehr als eine halbe Million Menschen waren vorsorglich in Sicherheit gebracht worden. Besonders schwer betroffen war die südliche Küstenregion Binh Dinh. Es kam zu weitflächigen Stromausfällen, Bäume wurden entwurzelt, zudem wurden viele Flüge gestrichen. Auch Bahnlinien waren betroffen. Die Behörden hatten die Bevölkerung aufgefordert, möglichst in den Häusern zu bleiben.

Neuer Taifun rauscht auf die Philippinen zu

Derweil ist schon der nächste Sturm im Anmarsch: «Fung-Wong», der nun ebenfalls Taifunstärke erreicht hat, zieht nach Angaben des Wetterdienstes Pagasa mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde auf die nördlichen Philippinen zu. Er bedroht nach Angaben der Behörden auch Gebiete, die bereits von «Kalmaegi» verwüstet wurden. 

Den Prognosen des Wetterdienstes zufolge soll sich «Fung-Wong» bis zum Sonntagmorgen zu einem Supertaifun entwickeln - einem besonders starken und gefährlichen tropischen Wirbelsturm. Die Behörden forderten Hunderttausende Menschen auf, sich vor der Ankunft des Sturms am Sonntag in Sicherheit zu bringen. Laut Regierungsangaben könnten insgesamt 8,4 Millionen Menschen von «Fung-Wong» betroffen sein, darunter 5,7 Millionen in Küstengemeinden.

Die Philippinen werden jedes Jahr von durchschnittlich etwa 20 Taifunen heimgesucht. Der besonders schlimme Sturm «Haiyan» hatte im November 2013 mehr als 6.300 Menschen das Leben gekostet. Auch in Vietnam sind solche Stürme keine Seltenheit. «Kalmaegi» war der 13. Sturm, der in diesem Jahr das südostasiatische Land traf.


Bildnachweis: © Hau Dinh/AP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Aus aller Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Kinoptikum zeigt Open air Kino an der Rochuskapelle
Kino

Einlass ist ab 20 Uhr, die Platzwahl ist frei. Der Filmstart erfolgt bei ausreichender Dunkelheit gegen 21 Uhr; bei...

weiterlesen...
Event Highlights im August
Veranstaltung

Der August 2026 wird in Landshut besonders abwechslungsreich: Freue dich auf die SummerStage mit Top-Acts, die 687. Bartlmädult & vieles mehr!

weiterlesen...

Neueste Artikel

Polizei nahm exhibitionistischen Bulgaren (49) sofort fest
Polizei / Gericht

Landshut pol (17.08.2026) Am Sonntag, 16.08., gegen 10:54 Uhr, kam in der Siemensstraße zu exhibitionistischen...

weiterlesen...
18-jähriger beobachtete Diebstahl eines Mountainbikes
Polizei / Gericht

Landshut - pol (17.08.2026) Von Samstag, 08.08., 00:00 Uhr, bis Sonntag, 09.08., gegen 15 Uhr, wurde an der...

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Lotto-Jackpot von 50 Millionen Euro in Thüringen geknackt
Aus aller Welt

Seit dem Start der Lotterie im Oktober 1955 hat es noch nie so lange gedauert, bis die sechs Richtigen plus Superzahl getippt wurden. In Thüringen wurde der Jackpot nun geknackt.

weiterlesen...
Lage im Hürtgenwald weiter unter Kontrolle
Aus aller Welt

Im Hürtgenwald werden noch Brandnester bekämpft, offene Flammen gibt es nicht mehr. Ein Ende der Lage sehen die Behörden aber noch nicht, weiterhin sind Hunderte Kräfte im Einsatz.

weiterlesen...