30. April 2026 / Aus aller Welt

Transportboot mit gestrandetem Wal noch lange nicht am Ziel

Das Schiff mit dem vor Mecklenburg-Vorpommern geborgenen Meeressäuger ist noch in der Ostsee, zwischen Dänemark und Schweden unterwegs. Für Freitag ist starker Wind angekündigt.

Der Wal soll in der Nordsee freigelassen werden.
Veröffentlicht am 30. April 2026 um 12:19 Uhr

Das Transportschiff mit dem Poeler Buckelwal an Bord ist noch relativ weit von der Nordsee entfernt. Zur Mittagszeit war es laut dem Schiffs-Ortungsdienst Vesselfinder zwischen Dänemark und Schweden unterwegs, etwas nördlich des dänischen Grenaa und somit etwa 140 Kilometer Luftlinie von Skagen entfernt, wo die Ostsee auf die Nordsee trifft.

Am Dienstag war es gelungen, den wochenlang an der Ostseeküste im Fachwasser liegenden Buckelwal in eine sogenannte Barge zu bugsieren. In diesem mit Wasser gefüllten Lastkahn, der vom Schlepper «Fortuna B» gezogen wird, ist das Tier auf dem Weg in Richtung Nordsee. Nach Plänen der privaten Initiative, die für den Transport verantwortlich ist, soll der Wal in einer mehrtägigen Aktion um die Nordspitze Dänemarks herum durch das Skagerrak in die Nordsee gebracht und dann dort ausgesetzt werden.

Zwei Meter hohe Wellen angekündigt

Laut dem dänischen meteorologischen Institut soll am Freitag im Skagerrak starker Wind wehen, mit Wellenhöhen bis zu zwei Metern. Am Wochenende soll der Wind demnach etwas schwächer werden.

Der rund zwölf Meter lange Wal hatte vier Wochen vor der Insel Poel gelegen. Gegen den Rat vieler Wissenschaftler, Fachinstitutionen und Tierschutzorganisationen versuchte die private Initiative seit Mitte April, den Wal zu bergen, um ihn lebend in die Nordsee oder den Atlantik zu bringen.


Bildnachweis: © Christoph Reichwein/dpa
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