19. August 2026 / Aus aller Welt

Vandalismusschäden von über 30 Millionen Euro bei der Bahn

Graffitis an Bahnhofswänden, Kabeldiebstahl, zerkratzte Scheiben in Zügen - die Deutsche Bahn ist ständig mit Vandalismus konfrontiert. Die Höhe des Schadens ist beträchtlich.

Die Deutsche Bahn setzt seit einigen Wochen mobile Handwerkerteams ein, die sich auch um die Beseitigung von Graffiti in Bahnhöfen kümmern sollen. (Archivbild)
Veröffentlicht am 19. August 2026 um 13:49 Uhr

Durch Vandalismus sind bei der Deutschen Bahn im vergangenen Jahr Schäden von 34 Millionen Euro entstanden. 19,6 Millionen Euro entfielen dabei auf die Infrastruktur, wie aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine schriftliche Frage aus der AfD-Bundestagsfraktion hervorgeht.

Der Diebstahl von Buntmetall schlug demnach mit 5,5 Millionen Euro zu Buche, die Beseitigung von Graffiti an Bahnanlagen kostete 3,7 Millionen Euro. Zudem wurden gesammelt unter der Kategorie Vandalismus 6,8 Millionen Euro verzeichnet.

Bei der Fernverkehrssparte der Bahn beliefen sich die Kosten für die Vandalismus-Beseitigung auf rund 2,25 Millionen Euro. «Registriert wurden 657 Graffitidelikte sowie 220 Sachbeschädigungen an oder in Fahrzeugen», heißt es vom Verkehrsministerium. Die Graffitis wurden demnach zum Großteil auf die Außenflächen der Züge gesprüht. «Zu den Sachbeschädigungen zählen insbesondere Scratching an Fensterscheiben, Aufkleber sowie Beschädigungen der Inneneinrichtung, etwa an Sitzen», hieß es. 

Bahn startete Anfang des Jahres Programm für mehr Sauberkeit 

Im Regionalverkehr entstanden demnach Kosten von rund zwölf Millionen Euro zur Beseitigung von Vandalismusschäden. Der Großteil davon entfiel hier auf die Entfernung von Graffiti.

Die Bahn hat sich zuletzt zum Ziel gesetzt, vor allem an den Bahnhöfen für mehr Sauberkeit zu sorgen. Teil des Programms sind unter anderem mehr als 40 mobile Handwerkerteams, die sich auch um die Beseitigung von Graffiti kümmern sollen. Außerdem wurde zu Beginn des Jahres an deutlich mehr Bahnhöfen als zuvor ein umfangreicher Frühjahrsputz vorgenommen.


Bildnachweis: © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
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