Ein aus den Gleisen gesprungener Güterzug hat über mehrere Stunden für massive Behinderungen im Fernverkehr der Bahn zwischen dem Ruhrgebiet und Hannover gesorgt. ICE- und IC-Verbindungen etwa von Düsseldorf über Hannover nach Berlin mussten laut Bahn am Vormittag weiträumig umgeleitet werden. Die Züge waren dadurch etwa eine Stunde länger unterwegs und hielten nicht in Minden, Herford, Bielefeld und Gütersloh. Am Mittag sei die Strecke zumindest teilweise wieder freigegeben worden, sagte eine Bahnsprecherin. Trotzdem kam es nach wie vor zu Verspätungen und einigen Zugausfällen im Fernverkehr. Am späten Dienstagabend war in Minden in Westfalen der Waggon eines Güterzugs an einer Weiche aus den Schienen gesprungen. Mit viel Glück sei der Waggon an der nächsten Weiche aber wieder auf die Schienen zurückgesprungen, so dass letztlich nichts Schlimmeres passiert sei, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei. Allerdings sei die Weiche dabei beschädigt worden, so dass laut Bahn mehrere Stunden lang keine Züge auf dem Abschnitt fahren konnten. Hinweise auf Sabotage oder Vandalismus gebe es nicht, betonten Polizei und Bahn. Die Sperrung hatte Auswirkungen auch auf die ICE-Strecke von Berlin nach Amsterdam. Die Züge müssten über Bremen umgeleitet werden, teilte die Bahn mit. Dadurch dauerte die Fahrt 70 Minuten länger. Außerdem konnten die Bahnhöfe Minden, Bad Oeynhausen und Bünde nicht angefahren werden. Der Regionalverkehr rund um Minden war ebenfalls stark beeinträchtigt. Auf den Linien RE6, RE60, RE78 und RE70 kam es zu Ausfällen und Verspätungen. Zwischen Minden und Hannover richtete die Bahn für Pendler einen Ersatzverkehr mit Bussen ein. Da zunächst unklar war, wie schnell auf der Strecke wieder alle Züge nach Plan fahren können, riet die Bahn den Reisenden, vor der Fahrt in der Online-Fahrplanauskunft ihre Verbindung zu prüfen.Güterzug sprang aus den Schienen
Störung auch im Regionalverkehr
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Weiche beschädigt: Verspätungen auf wichtiger ICE-Strecke
Eine beschädigte Weiche bremst über Stunden ICE- und IC-Züge aus: Reisende zwischen Ruhrgebiet und Berlin mussten mit deutlich längeren Fahrzeiten rechnen. Mehrere Bahnhöfe wurden nicht angefahren.
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