11. Juli 2026 / Aus aller Welt

Weiterer US-Bürger infiziert sich im Kongo mit Ebola

Ebola-Alarm: Wieder trifft es einen US-Helfer im Kongo. Vor Ort steigt die Zahl der Erkrankten weiter steil an.

Gesundheitsexperten zufolge stiegen die Fallzahlen bei keinem früheren Ebola-Ausbruch so schnell an wie bei der derzeitigen Epidemie.
Veröffentlicht am 11. Juli 2026 um 11:00 Uhr

Im Zuge des schweren Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo hat sich ein weiterer US-Bürger mit dem Virus infiziert. Die US-Gesundheitsbehörde CDC teilte mit, dass ein US-Staatsbürger betroffen sei, der für eine humanitäre Organisation im Kongo arbeite. Ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt, blieb zunächst offen.

Die Person sei positiv auf die derzeit grassierende Bundibugyo-Variante getestet worden. Die Behörde unterstütze gemeinsam mit der Hilfsorganisation, kongolesischen Gesundheitsbehörden und weiteren Partnern die Kontaktverfolgung und Risikobewertung, um weitere Ansteckungen zu verhindern.

Auch französischer Arzt und US-Arzt waren infiziert

Es handelt sich um den zweiten bekannt gewordenen Fall eines US-Bürgers, der sich während des aktuellen Ausbruchs im Kongo infiziert hat. Zuvor war ein US-Arzt, der sich im Ostkongo angesteckt hatte, zur Behandlung nach Deutschland ausgeflogen und in der Berliner Charité versorgt worden. Mittlerweile wurde er nach überstandener Erkrankung entlassen.

Ende Juni war das Virus erstmals auch in Europa nachgewiesen worden. In Frankreich wurde ein Arzt einer humanitären Organisation, der aus dem Ostkongo zurückgekehrt war, positiv auf das Bundibugyo-Virus getestet. Nach Angaben des französischen Gesundheitsministeriums wurde der Mann unmittelbar nach seiner Ankunft isoliert. Anfang Juli wurde er nach negativen Tests und ohne Symptome aus dem Krankenhaus entlassen.

Fallzahlen steigen diesmal besonders schnell

Ebola ist eine lebensbedrohliche Viruserkrankung, die durch direkten Körperkontakt sowie Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen wird. Nach Angaben der kongolesischen Regierung wurden seit Beginn des jüngsten Ausbruchs im Mai 1.830 Infektionen im Labor bestätigt. 648 Menschen starben nachweislich an der Krankheit. 

Gesundheitsexperten zufolge stiegen die Fallzahlen bei keinem früheren Ebola-Ausbruch so schnell wie bei der derzeitigen Epidemie. Der aktuelle Ausbruch gilt als besonders schwer einzudämmen, da es gegen das Bundibugyo-Virus bislang weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine spezifische Therapie gibt.


Bildnachweis: © Moses Sawasawa/AP/dpa
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