30. März 2026 / Aus aller Welt

Wetterdienst: März mit viel Sonnenschein und Frühlingswärme

Es ist so mild wie sonst erst Mitte April, gebietsweise klettern die Temperaturen fast bis auf 20 Grad. Doch dann kommt der Winter zurück.

Im März lockte das Wetter bereits zu vielen Aktivitäten ins Freie. (Archivbild)
Veröffentlicht am 30. März 2026 um 14:58 Uhr

Im März ist es mit Vollgas in den Frühling gegangen: «Außergewöhnlich sonnig, sehr mild und niederschlagsarm», lautet das Fazit des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach. Erst zum Monatsausklang machte sich demnach spätwinterliches Wetter breit. 

Vor allem in der ersten Monatshälfte war es so mild wie typischerweise erst Mitte April. Der höchste Wert von 19,9 Grad wurde am 7. März im südhessischen Michelstadt im Odenwald gemessen. Zum Monatsende sorgten Winde aus nordwestlicher Richtung für purzelnde Temperaturen, besonders kalt war es bei frisch gefallenem Schnee am 28. im bayerischen Oberstdorf mit minus 15,5 Grad. 

Zu warm

Im Schnitt lagen die Temperaturen im März bei 6,3 Grad - und damit 2,8 Grad zu hoch. Der Vergleich bezieht sich auf die langjährigen Winter-Mittel der Referenzperiode 1961 bis 1990. Da lag der Wert bei 3,5 Grad.

Im ersten meteorologischen Frühlingsmonat wurden rund 195 Stunden Sonnenschein registriert. Nur im März 2022 und im letztjährigen März schien die Sonne noch länger. Das langjährige Mittel von 111 Stunden wurde damit um 75 Prozent überboten. Größere regionale Unterschiede gab es nicht: Lediglich ganz im Norden und im äußersten Süden lag die Monatssumme gebietsweise unter 150 Stunden.

Osten besonders trocken

Die langen Hochdruckphasen sorgten auch dafür, dass Niederschläge im März rar waren. Insgesamt wurden 37 Liter pro Quadratmeter registriert, das war mehr als ein Drittel weniger als in der Referenzperiode. Besonders trocken fiel der Monat im Osten des Landes aus, wo gebietsweise lediglich rund zehn Liter Niederschläge pro Quadratmeter fielen. Infolgedessen erreichte die Waldbrandgefahr bereits früh im Jahr die hohe Stufe 4. 

Am meisten Schnee und Regen fielen mit 80 bis 120 Litern im Schwarzwald und am Alpenrand, aber auch dort blieben die Werte unterhalb des langfristigen Mittels. Die heftigsten Niederschläge des Monats fielen am 25. März im baden-württembergischen Utzenfeld, dort prasselten pro Quadratmeter 35 Liter auf den Boden.


Bildnachweis: © Uwe Anspach/dpa
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