Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat erstmals ein Malaria-Medikament für die Kleinsten geprüft und als sicher und wirksam erklärt. Diese Version des Kombinationspräparats Artemether-Lumefantrin sei spezifisch auf Neugeborene und Babys bis zu fünf Kilogramm Gewicht abgestimmt, berichtete die WHO in Genf zum Weltmalariatag (25. April). Das Medikament könne dazu beitragen, eine Versorgungslücke bei den rund 30 Millionen Babys zu schließen, die jedes Jahr in den Malariagebieten in Afrika geboren werden. Viele waren bislang mit Medikamentendosen für ältere Kinder behandelt worden, mit dem Risiko von Nebenwirkungen. Die WHO empfiehlt für Babys und Erwachsene mit Insektiziden präparierte Moskitonetze, um Mückenstiche von vornherein möglichst zu vermeiden. Kinder unter fünf Jahren machten 75 Prozent der Todesfälle durch Malaria aus. 95 Prozent der Malariafälle werden aus Afrika gemeldet, ebenso 95 Prozent der Todesfälle. 2024 gab es 265 Millionen Erkrankungen und 579.000 Todesfälle. Seit einigen Jahren gibt es Impfstoffe, die den Kleinsten einen gewissen Schutz vor der durch Mücken übertragenen Krankheit bieten. Das grüne Licht der WHO bedeutet, dass Länder das Medikament zulassen können, die selbst keine Kapazität für aufwendige Medikamentenprüfungen haben. Zudem können UN-Organisationen es einkaufen und - mit Zustimmung der Länder - in betroffenen Ländern einsetzen.Kinder unter fünf Jahren besonders gefährdet
Bildnachweis: © Eva-Maria Krafczyk/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
WHO gibt erstmals Malaria-Medikament für Babys frei
Die WHO hat ein spezielles Malaria-Medikament für Neugeborene und Babys bis fünf Kilogramm als sicher und wirksam eingestuft. Was das für die Versorgung in Afrika bedeutet.
Meistgelesene Artikel
- 11. September 2026
Ab heute Haferlmarkt: Keramik, Kunst & „Der gute Ton“
Der Haferlmarkt in der Landshuter Freyung ist fest im Veranstaltungskalender der Stadt verankert. Hier treffen Tradition...
- 8. September 2026
JP Kraemer: Unternehmen öffnen wieder
Trotz der Ermittlungen gegen Jean Pierre Kraemer öffnen seine Unternehmen wieder. Die Entscheidung fiel nach intensiven Gesprächen zwischen Mitarbeitern, Management und Kraemer.
- 7. September 2026
Nord- und Ostsee waren im Sommer deutlich zu warm
Nicht nur im Mittelmeer ist das Wasser deutlich wärmer geworden, auch bei uns steigt die Temperatur der Meere. Forscher warnen vor weitreichenden Folgen für die Tierwelt und die Menschen.
Neueste Artikel
- 6. Oktober 2026
Physik-Nobelpreis an Geisterteilchen-Forscher aus den USA
In der Kälte der Antarktis fängt ein riesiger Eiswürfel Geisterteilchen ein. Zentrale Grundlagen dafür hat der diesjährige Nobelpreisträger für Physik geschaffen.
- 6. Oktober 2026
Germanwings-Prozess: Gericht weist Klage Hinterbliebener ab
Für die Angehörigen der Opfer geht es bei diesem Prozess um viel – nicht nur um Geld. Jahre nach dem Absturz einer Germanwings-Maschine entscheidet ein Gericht über zusätzliches Schmerzensgeld.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 6. Oktober 2026
Physik-Nobelpreis an Geisterteilchen-Forscher aus den USA
In der Kälte der Antarktis fängt ein riesiger Eiswürfel Geisterteilchen ein. Zentrale Grundlagen dafür hat der diesjährige Nobelpreisträger für Physik geschaffen.
- 6. Oktober 2026
Germanwings-Prozess: Gericht weist Klage Hinterbliebener ab
Für die Angehörigen der Opfer geht es bei diesem Prozess um viel – nicht nur um Geld. Jahre nach dem Absturz einer Germanwings-Maschine entscheidet ein Gericht über zusätzliches Schmerzensgeld.

