1. Dezember 2025 / Aus aller Welt

Wohnhaus-Großbrand in Hongkong: Opferzahl steigt auf 151

Die Ermittler am Ort der Brandkatastrophe von Hongkong kämpfen sich weiter durch die verkohlten Wohnungen und stoßen immer wieder auf Leichen. Parallel geraten Schutznetze in den Fokus der Behörden.

Die Sucharbeiten nach weiteren Leichen könnten noch Wochen andauern.
Veröffentlicht am 1. Dezember 2025 um 11:50 Uhr

Die Zahl der Todesopfer nach dem Großbrand einer Wohnanlage in Hongkong ist auf 151 gestiegen. Wie die Behörden in der chinesischen Sonderverwaltungsregion mitteilten, wurden fünf weitere Leichen gefunden. Weiterhin werden Menschen vermisst.

Zudem gaben die Behörden bekannt, bei ihren Ermittlungen Mängel an Teilen der am Baugerüst befestigten Schutznetze festgestellt zu haben. Bei sieben gesammelten Proben sei festgestellt worden, dass diese nicht den Brandschutzvorgaben entsprochen hätten, sagten Behördenvertreter während einer Pressekonferenz. Die insgesamt 20 Proben stammten demnach von den sieben betroffenen Wohnblöcken im Stadtteil Tai Po.

Netze wohl untergemischt

Laut dem Sekretär der Sicherheitsbehörde, Chris Tang, besteht der Verdacht, dass die minderwertigen Netze untergemischt wurden, da Proben an leicht zugänglichen Stellen den Normen entsprachen, aber jeden sieben von schwer zugänglichen Stellen nicht konform waren.

Bei der Feuerkatastrophe am vergangenen Mittwoch im Komplex Wang Fuk Court wurden zudem 79 Menschen verletzt, darunter auch Feuerwehrleute. Anti-Korruptionsermittler nahmen bislang elf Menschen in dem Fall fest. Kurz nach dem Brand hatte die Polizei zudem drei Männer einer Baufirma mit Verdacht auf fahrlässige Tötung festgenommen.

Berichte über Festnahme nach Petition

Am Wochenende hatte die Polizei laut Hongkonger Medienberichten außerdem einen Mann wegen des Vorwurfs auf Aufruhr festgenommen. Er soll demnach mit anderen eine Petition ins Leben gerufen haben, die eine unabhängige Untersuchung des Brandes und der Verantwortung von Regierungsbeamten forderte.

Parallel hatte die chinesische Behörde für den Schutz der nationalen Sicherheit in Hongkong «antichinesische Elemente» beschuldigt, falsche Informationen etwa über die Rettungsbemühungen der Regierung zu verbreiten.


Bildnachweis: © Ng Han Guan/AP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Aus aller Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Kinoptikum zeigt Open air Kino an der Rochuskapelle
Kino

Einlass ist ab 20 Uhr, die Platzwahl ist frei. Der Filmstart erfolgt bei ausreichender Dunkelheit gegen 21 Uhr; bei...

weiterlesen...
Event Highlights im August
Veranstaltung

Der August 2026 wird in Landshut besonders abwechslungsreich: Freue dich auf die SummerStage mit Top-Acts, die 687. Bartlmädult & vieles mehr!

weiterlesen...

Neueste Artikel

Mindestens 33 Tote nach Minenunglück in Afrika
Aus aller Welt

Mindestens 33 Arbeiter werden in einer Goldmine von einer Schlammlawine verschüttet. Rettungskräfte suchen verzweifelt nach Überlebenden. Behörden befürchten eine steigende Opferzahl.

weiterlesen...
Russland: Bär zerfleischt Camperin im Altai-Gebirge
Aus aller Welt

Russland ist berühmt für seine Bären. Besonders für Touristen in Sibirien gelten sie aber als allgegenwärtige Gefahr. Nun kam es im bei Campern beliebten Altai-Gebirge zu einem tödlichen Angriff.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Mindestens 33 Tote nach Minenunglück in Afrika
Aus aller Welt

Mindestens 33 Arbeiter werden in einer Goldmine von einer Schlammlawine verschüttet. Rettungskräfte suchen verzweifelt nach Überlebenden. Behörden befürchten eine steigende Opferzahl.

weiterlesen...
Russland: Bär zerfleischt Camperin im Altai-Gebirge
Aus aller Welt

Russland ist berühmt für seine Bären. Besonders für Touristen in Sibirien gelten sie aber als allgegenwärtige Gefahr. Nun kam es im bei Campern beliebten Altai-Gebirge zu einem tödlichen Angriff.

weiterlesen...