8. Juni 2026 / Aus aller Welt

Zahl der Wolfsrudel in der Schweiz gestiegen

2012 bildete sich das erste Wolfsrudel in der Schweiz. Die Zahl der Raubtiere ist inzwischen auf 350 gestiegen. Und das, obwohl durch Regulierung Dutzende Tiere getötet werden.

Inzwischen leben 350 Wölfe in der Schweiz. (Symbolfoto)
Veröffentlicht am 8. Juni 2026 um 17:05 Uhr

Die Anzahl der Wölfe in der Schweiz steigt weiter. Im vergangenen Jahr sind 43 Rudel und insgesamt 350 Wölfe nachgewiesen worden, wie der Jahresbericht der Stiftung Kora zeigt. Das seien vier Rudel mehr als im Vorjahr, so die Stiftung auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Auch die Zahl der Wölfe insgesamt ist gestiegen.

Zugleich wurden von Februar 2025 bis Ende Januar 2026 insgesamt 89 Wölfe geschossen, teilte ein Kora-Sprecher weiter mit. Dabei handelte es sich den Angaben zufolge oft um Jungtiere. Damit gilt die Regulierung in der Schweiz als vergleichsweise intensiv.

Bisher fünf Millionen Franken an Entschädigung für Risse

In Deutschland, wo rund 1.600 Wölfe durch die Wälder streifen, ist die Zahl der behördlich genehmigten Abschüsse sehr überschaubar. Allerdings können Wölfe nach jüngsten politischen Beschlüssen nun leichter abgeschossen werden. 

In der Schweiz wurden in insgesamt neun der 26 Kantone mindestens ein Wolfsrudel nachgewiesen. Wölfe reißen jedes Jahr zahlreiche Weidetiere. Seit 1999 hat die Schweizer Regierung nach Angaben des Bundesamts für Umwelt rund fünf Millionen Franken (etwa 5,4 Millionen Euro) an Bauern zur Entschädigung für Wolfsrisse gezahlt.


Bildnachweis: © Bernd Weißbrod/dpa
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