9. März 2026 / Polizeimeldung

Naturschutzkriminalität - Mehrere tote Vögel aufgefunden – 3. Nachtragsmeldung...

Gemeinsame Pressemeldung

Veröffentlicht am 9. März 2026 um 11:58 Uhr

SIMBACH B. LANDAU, LKR. DINGOLFING-LANDAU. Nach dem Fund mehrerer toter Vögel, darunter rund ein Dutzend streng geschützter Greifvogelarten, im Juli 2025 in der Nähe eines Waldstücks bei Simbach b. Landau laufen die gemeinsamen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Deggendorf zusammen mit der Polizeiinspektion Landau a.d.Isar auf Hochtouren weiter.

Aufgrund der bisherigen Ermittlungen, insbesondere den Ergebnissen aus der Untersuchung der aufgefundenen Greifvögel durch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und weiteren Untersuchungen des Bayerischen Landeskriminalamtes besteht der Verdacht, dass die Tiere, vier Rotmilane, drei Schwarzmilane, fünf Mäusebussarde, eine Krähe sowie vier Kolkraben mit dem Gift Carbofuran versehene Köder aufgenommen haben und letztendlich daran verendeten.

Beamte der Polizeiinspektion Landau a.d.Isar sowie der Zentralen Einsatzdienste Landshut haben Ende Februar 2026 bei insgesamt sechs Zeugen in den Landkreisen Dingolfing-Landau und Rottal-Inn Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts Deggendorf, die im Vorfeld von der Staatsanwaltschaft Deggendorf beantragt worden waren, vollzogen und dabei mehrere Mobiltelefone sichergestellt; diese werden nun auf mögliche Hinweise zu der illegalen Tötung der Greifvögel ausgewertet.

Besondere Erfahrung der Staatsanwaltschaft Deggendorf im Bereich Wildtierkriminalität 

Die Staatsanwaltschaft Deggendorf verfügt über weitreichende praktische Erfahrungen im Umgang mit Wildtierkriminalität. Vor diesem Hintergrund hatte der Generalstaatsanwalt in München bereits im Herbst 2025 die Staatsanwaltschaft Deggendorf mit der Leitung der Ermittlungen in diesem herausgehobenen Fall betraut.

Das Polizeipräsidium Niederbayern engagiert sich für den Tierschutz

Der Tierschutz ist auch dem Polizeipräsidium Niederbayern ein besonderes Anliegen. Aus diesem Grund beteiligen sich niederbayerische Polizeibeamte am Projekt wildLIFEcrime, das vom WWF Deutschland geleitet und von der europäischen Kommission gefördert wird. Als länderübergreifendes EU-LIFE-Projekt setzt sich wildLIFEcrime aktiv für den Schutz von Wildtieren – wie Greifvögel, Luchse oder Wölfe – in Deutschland und Österreich ein. Durch eine enge Zusammenarbeit von insgesamt 13 Projektpartnern verschiedener Organisationen, soll Wildtierkriminalität nachhaltig reduziert werden. Nähere Informationen zum Projekt finden Sie unter https://wildlifecrime.info .

Veröffentlicht: 09.03.2026, 12.00 Uhr

Quelle: Polizeipräsidium Niederbayern (www.polizei.bayern.de)


Bildnachweis: © Pixabay.com/GlauchauCity

Meistgelesene Artikel

Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Aus aller Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Event Highlights im August
Veranstaltung

Der August 2026 wird in Landshut besonders abwechslungsreich: Freue dich auf die SummerStage mit Top-Acts, die 687. Bartlmädult & vieles mehr!

weiterlesen...
Kinoptikum zeigt Open air Kino an der Rochuskapelle
Kino

Einlass ist ab 20 Uhr, die Platzwahl ist frei. Der Filmstart erfolgt bei ausreichender Dunkelheit gegen 21 Uhr; bei...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Feuer im Hohen Venn eingekesselt – Evakuierung aufgehoben
Aus aller Welt

Rund 3.000 Hektar Natur sind zerstört, doch die Evakuierung im Ortsteil Kalterherberg ist beendet. Die Bewohner dürfen zurück.

weiterlesen...
Pistolen für Deutschland unter türkischen Feigen versteckt
Aus aller Welt

Ein Grenzpunkt zwischen Bulgarien und der Türkei ist auch ein Tor in die EU. Schmuggler sind besonders erfinderisch, wenn es um Drogen oder Waffen geht.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie